Ambientfestival 2020


Nathan Ishar, Foto: Pramudyia



Das Kölner Ambientfestival ist ein mehrtägiges Musikfestival an der Schnittstelle von elektronischem Ambient und zeitgenössischer Klassik. Der Zusatz des Festivals „Zivilisation der Liebe“ verdeutlicht die christliche Konnotation und betont den performativen Charakter. So hat das Festival Brian Enos ursprüngliche Definition von Ambient als „music to be heard, but not necessarily listend to“ erweitert und durch die Kombination mit Licht- und Video-Kunst als kontemplativ-spirituelles Performance-Festival etabliert.


Gegründet wurde das Festival in der Kölner Apostelnkirche mit dem Ziel, durch die Verbindung von Ambientmusik und Video-Kunst kulturelle Innovationen im Raum der katholischen Kirche voranzutreiben. So begann die „Zivilisation der Liebe“ 2005 mit der Einbindung der elektronischen Musikszene Kölns – beispielsweise mit dem Pianisten Volker Bertelmann alias HAUSCHKA. Letzterer hat das Ambientfestival nachhaltig geprägt und die Schnittstelle von Elektronik zu zeitgenössischer Klassik als Schwerpunkt des Festivals etabliert. Das Festival hat musikalische Innovationen und Experimente forciert. Ein größeres Publikum entdeckte so hier die Pianisten HAUSCHKA, Lubomyr Melnyk und Nils Frahm, lange bevor sie die Festivalbühnen und Konzertsäle weltweit füllten.


Das Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“ gilt als Leuchtturmprojekt für die kulturelle Nutzungserweiterung des sakralen katholischen Kirchenraumes. Nicht nur architektonisch, auch ästhetisch – künstlerisch hat der Raum Auswirkungen auf Programm und Inhalt des Festivals: So steht die Suche nach dem Sakralem im Profanen, dem Geistlichen im Weltlichen, dem Göttlichem im Menschlichen im Vordergrund des Musik- und Licht-Programmes. Für die aktuelle 12. Ausgabe wurde ein innovatives Musikprogramm mit den Hochkarätern der Klangkunstszene entwickelt. Unter dem Motto RE-SUR-REC-TIO (lat. Auferstehung) präsentiert das Festival spannende Projekte von Elektronik über Klassik bis hin zu Chormusik und erweitert das Spektrum der rein elektronischen Ambientmusik um neue Aspekte.


Text: Dietmar Saxler



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Pressekontakt:
Marita Odia, ODIA Text + Training
text@odia.de, www.odia.de


Nathan Ishar, Foto: Pramudyia