Quartett


Mit seiner neuen Produktion „Quartett“ setzt Raimund Hoghe 2014 seine vor mehr als zwanzig Jahren in Düsseldorf begonnene und mittlerweile weltweit gefeierte Arbeit als Choreograph und Tänzer fort.


Nach seinem Solo „An Evening with Judy“ arbeitet er in „Quartett“ mit vier seiner Lieblingstänzer zusammen: Ornella Balestra, Marion Ballester, Emmanuel Eggermont und Takashi Ueno. Neu hinzu kommt ein weiterer japanischer Tänzer, Yuta Ishikawa. Und auch Hoghe und sein künstlerischer Mitarbeiter Luca Giacomo Schulte werden wieder mit auf der Bühne stehen.


Die Geschichte und Persönlichkeit der aus Japan, Frankreich, Italien und Deutschland kommenden Tänzer steht im Zentrum der Arbeit – neben der Auseinandersetzung mit der Musik aus verschiedenen Zeiten und Ländern. Dabei nehmen die Streichquartette von Franz Schubert und Luigi Boccherini eine besondere Rolle ein, kombiniert mit italienischen Canzonen, japanischen Schlagern und Songs aus amerikanischen Musicals. So wird dieses „Quartett“ auch zu einer Reise durch verschiedene Zeiten und Kulturen, zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen, spricht über den Tod und feiert das Leben.


„Erinnerungen wachzuhalten, das ist sein künstlerisches Thema, sie mit der Gegenwart zu verbinden sein Anliegen. Hoghe, der nicht in die Vergangenheit greift, ohne sie mit der Gegenwart zu verknüpfen, entwickelte eine Werkstruktur, die diesem zwischen Privatheit und Repräsentativität oszillierenden Denken entspricht. Konsequent kontrastiert er persönliche Erinnerungen mit dem zeitgeschichtlichen Kontext, ruft mit seinem auf der Bühne gesprochenen Texten, mit der Musik, die er spielt, den Verweisungsfeldern, die er aufspannt, das kulturelle Gedächtnis auf, an dem wir alle teilhaben. Erinnern ist eine Kompetenz. Dank ihr entsteht etwas Neues, öffnen sich Türen, weitet sich der Blick.“ (Katja Schneider: Sich verhüllen, um etwas zeigen zu können)


Allgemeine Informationen: www.tanzhaus-nrw.de