Philipp Blömeke,
Judith Philippa Franke,
MFK


 

Die ersten Stipendiaten des Christoph-Schlingensief-Fellowships stehen fest: Es sind Philipp Blömeke, Judith Philippa Franke und die Performance- und Künstlerinnengruppe MFK. Das gemeinsam von der Kunststiftung NRW und dem Bochumer Institut für Theaterwissenschaft initiierte Stipendien-Programm für Absolvent*innen des Masterstudiengangs Szenische Forschung soll Stipendiat*innen in der Phase nach dem Studienabschluss ermöglichen, künstlerisch-forschende Arbeitsweisen und Methoden produktionsunabhängig auszubauen, sich weiterzubilden, die Funktionsweisen des Marktes kritisch zu reflektieren und Kontakte zu relevanten Fachleuten oder Institutionen zu knüpfen bzw. zu intensivieren.



Philipp Blömeke (* 1990) lebt und arbeitet als Autor, Medienkünstler und Freier Lektor in Bochum. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Essay, Lyrik, Sound und Raum. Im Rahmen des Christoph Schlingensief-Fellowships recherchiert er in den Jahren 2020 und 2021 unter dem Arbeitstitel »Stereolith« zur Bedeutung der Skene (Bühnenhaus des antiken Theaters) als Gedankenmodell für eine szenische Raumkunst und zur Möglichkeit einer dreidimensionalen Essayistik.


Judith Philippa Franke ist ab September 2020 Senior Artist für Applied Theatre – künstlerische Theaterpraxis & Gesellschaft am Department für Schauspiel/Regie der Universität Mozarteum Salzburg.  Anhand einer breit angelegten Recherche fragt sie im Rahmen des Fellowships danach, wo Szenische Forschung (regional, überregional und international) ausgeübt wird, an welchen Institutionen im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich sie stattfindet, welche Auslegungen des Begriffs vorherrschen, welche Techniken erprobt werden.


Die Performance- und Künstlerinnengruppe MFK besteht aus Katarína Marková (*1992), Marlene Ruther (*1989), Franziska Schneeberger (*1990) und hat sich 2018 gebildet, als noch alle drei Szenische Forschung studierten. Die Gruppe schafft sich mit den Mitteln des Fellowships über ein Jahr lang eine zeitliche & räumliche Infrastruktur, um sich frei von Produktionszwängen in ihre feministischen, lustprinzipiellen Bewegungsrecherchen zwischen Bochum und Bratislava und das Programm ihrer selbstorganisierten Schule zu vertiefen.