Richard Siegal, BOD: One for the Money


Richard Siegals Ballet of Difference, seit der Spielzeit 2019/20 feste Tanzkompanie am Schauspiel Köln, begreift sich als Teil einer multidimensionalen Welt, in der Kulturen, Identitäten, Realitäten und ökonomische Ströme sich auf immer komplexere Weise auffächern und verbinden. Für seine neue Kreation ONE FOR THE MONEY konzentriert sich der US-amerikanische Choreograf auf den Fetisch unserer spätkapitalistischen Gegenwart schlechthin: Das Geld. In Zusammenarbeit mit einer Reihe von Künstler*innen entwickelt Siegal eine Vielheit von Perspektiven auf dieses obskure Objekt der Begierde. Das Lichtdesign dafür übernimmt Matthias Singer, dessen kühle, skulpturale Ästhetik bereits Stücke wie OVAL (Staatsballett Berlin) und NEW OCEAN (Schauspiel Köln) geprägt hat. Damit korrespondieren die futuristischen Fashion-Visionen von Flora Miranda, der Antwerpener Modedesignerin mit österreichischen Wurzeln, die bereits für Siegals Crossover-Projekt ROUGHHOUSE das Kostümbild designt hat. Zum ersten Mal arbeitet Richard Siegal mit dem Musiker Markus Popp zusammen. Popps elektronische Kompositionen arbeiten mit einer Vielzahl von Samples und Glitch-Sounds, die die Ästhetiken unserer digitalisierten und ökonomisierten Gegenwart zugleich reflektieren und kritisch hinterfragen.


Eine Produktion von: Schauspiel Köln und Tanz Köln. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW Kultursekretariat, durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kunststiftung NRW. Eine Kooperation mit dem Muffatwerk München.

 


Besetzung: Martina Chavez, Margarida Isabel De Abreu Neto, Diovani Da Silva Cabral, Douglas De Almeida Lima, Jemima Rose Dean, Livia Gil, Mason Manning, Nicolás Martínez, Andrea Mocciardini, Claudia Ortiz Arraiza, Evan Supple, Long Zou.


Choreografie: Richard Siegal


Bühne: Richard Siegal und Matthias Singer


Kostüm: Flora Miranda


Musik: Markus Popp @Random Noize Musick GmbH, Budde Music Publishing GmbH


Licht: Matthias Singer


Dramaturgie: Tobias Staab



Text: Schauspiel Köln



Die Uraufführung war ursprünglich für den 9. April 2020 geplant und ist nun auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.