VISUELLE KUNST


Danila Lipatov & Karen Zimmermann , „Das System des Gartens“, 2020/2021, filmstill.



Ausschreibung Förderung JUNGE SZENE:


Antragsfrist endet am 31. März 2021!


Neue Jury 2021/2022



Die Stiftungsinitiative „Junge Szene“ unterstützt jährlich herausragende, experimentelle und transdisziplinäre künstlerische Ideen junger Kunstschaffender aus Nordrhein-Westfalen bis zu einem Alter von 40 Jahren. Wir fördern neben künstlerischen Vorhaben, Produktionen, Recherchen, Publikationen, Auslands- und Arbeitsstipendien sowie Ausstellungen auch Off-Räume, kleine Ausstellungsstätten, die den internationalen Austausch zwischen Kunstproduzenten forcieren und sich in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen befinden. Damit ermöglichen wir eine langfristige Etablierung und Professionalisierung.


Über die Förderung von Künstlerinnen und Künstlern, jungen Kunstkollektiven und Initiativen entscheidet jährlich zweimal eine von uns berufene Fachjury, die zudem über nachhaltige Fördermethoden für die Kunstlandschaft Nordrhein-Westfalens diskutiert.


 

Antragsverfahren


Formen der Förderung:

 

- Vergabe von Arbeitsstipendien im Inland für die Dauer von ein bis sechs Monaten in Verbindung mit einem konkreten Projekt

- Vergabe von Arbeitsstipendien im Ausland für die Dauer von drei bis zwölf Monaten in Verbindung mit einem konkreten Projekt

- Finanzielle Unterstützung für Ausstellungen in Ausstellungshäusern, Off-Spaces sowie im öffentlichen Raum im In- oder Ausland

- Finanzielle Unterstützung bei der Herausgabe von Publikationen



Antragsberechtigt sind:


- Kunstschaffende, die in einem engen Bezug zum Land Nordrhein-Westfalen stehen – in Form eines dauernden Aufenthalts oder einer Projektpräsentation in NRW

- Kunstschaffende mit einem abgeschlossenen Studium oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben

- Ausstellungshäuser

- Ausstellungs- und Projekträume

- Kunstinitiativen

 


Modalitäten:


- Die Vergabe erfolgt aufgrund der künstlerischen Qualität des eingereichten Arbeitsvorhabens

- Studierende sind ausgeschlossen

- Die Zu- oder Absage erfolgt schriftlich, ohne Begründung

- Eine abgelehnte Bewerbung kann nicht wiederholt werden

- Insgesamt können – nicht gleichzeitig – drei Anträge bei der Stiftung eingereicht werden. Diese Begrenzung gilt unabhängig von vorangegangenen Juryentscheidungen



Voraussetzung für einen Antrag:


- Ausgefülltes Formular (siehe Downloadbereich am Ende der Ausschreibung)

- Formloses, kurzes Anschreiben

- Anschauliche Beschreibung des Projektvorschlages/Arbeitsvorhabens mit Entwurfsskizzen

- Detaillierte Kostenaufstellung

- Finanzierungsplan

- Aussagekräftiges Dokumentationsmaterial über die bisherige künstlerische Tätigkeit (z.B. Fotos; bei Film- und Videomaterial bitte einen Link mit Zugangsdaten angeben!)

- Kurzbiografie mit derzeitigem Ausstellungsverzeichnis



Anträge online einreichen:


Bitte beachten Sie die maximale Seitenzahl von 20 Seiten (exkl. Formular) und die Minimierung der Megabytes Ihrer Datei.


Die Anträge und Bewerbungen senden Sie bis zum 31. März 2021, 23:59 Uhr, ausschließlich online an:


antrag@kunststiftungnrw.de  


Notwendiges zusätzliches Ansichtsmaterial, wie Kataloge, können Sie uns unter Angabe Ihres Namens postalisch zukommen lassen.



Bewerbungsfristen:


bis 31. März (für Projekte im laufenden Jahr; Projektbeginn: frühestens Juli)

bis 30. September (für Projekte im folgenden Jahr; Projektbeginn: frühestens Januar)



Gesonderter Hinweis:


Die Fördermittel können erst ausbezahlt werden, wenn der Vertrag unterschrieben an die Kunststiftung NRW zurückgesendet wurde.



Jury:


Die Auswahl trifft eine von der Stiftung berufene, externe Fachjury, die zweimal jährlich zusammentritt. Anträge, die von der Jury bereits einmal abgelehnt wurden, können nicht noch einmal zu einer späteren Sitzung der Jury eingereicht werden.



Die Kunststiftung NRW freut sich, die neue Jury Junge Szene für die Förderjahre 2021/2022 bekannt zu geben:



Jury 2021-2022


Linda Conze, Kuratorin Kunstpalast, Düsseldorf


Linda Conze, Foto: Andreas Langfeld, 2020.


Linda Conze (*1985) ist Leiterin der Sammlung Fotografie am Kunstpalast Düsseldorf. Nach ihrem Studium der Geschichtswissenschaft in Hamburg und Berlin, das sie mit einer fotohistorischen Arbeit abschloss, forschte sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Fotografie als Medium der Gemeinschaft zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Von 2015 bis 2017 war sie Stipendiatin der Krupp-Stiftung im Programm Museumkurator:innen für Fotografie und arbeitete als solche in den fotografischen Sammlungen des Museum Folkwang, des Dresdner Kupferstich-Kabinetts, der Münchner Stadtmuseums und des Getty Research Institute, Los Angeles.



Frank-Thorsten Moll, Direktor IKOB, Eupen


Frank-Thorsten Moll, Foto: IKOB EUPEN, 2018.


Frank-Thorsten Moll (*1977 in Villingen-Schwenningen) ist seit März 2016 Direktor des IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen, Belgien. Von Dezember 2009 bis Februar 2016 leitete er die Kunstabteilung des Zeppelin Museums in Friedrichshafen. Er war verantwortlich für die Kunstsammlung, die Wechselausstellungen, das Andreas Feininger Archiv und die Neukonzeption des Kunstbereichs. Zwischen 2006 und 2009 arbeitete er als Kurator der Kestnergesellschaft, Hannover. Zusammen mit Professor Dr. Lydia Haustein lehrte er von 2005 bis 2006 an der HDK Berlin-Weißensee und war Assistent von Prof. Dr. Lydia Haustein am Haus der Kulturen der Welt/Berlin. Seinen Magister schloss er im Fachbereich Kunstwissenschaft/Medientheorie zum Thema „Die Documenta 11 und der postkoloniale Diskurs" bei Prof. Hans Belting und Prof. Beat Wyss ab. Er war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2002 arbeitete er im Führungsteam der Documenta 11. 



Rebekka Seubert, Leiterin Dortmunder Kunstverein


Rebekka Seubert, Foto: Dortmunder Kunstverein, 2020.


Rebekka Seubert (*1985 in Frankfurt am Main) ist seit 2020 künstlerische Leiterin des Dortmunder Kunstvereins. Nach einem binationalen Studium der Kulturwissenschaften (Deutsch-Französische Studien) an den Universitäten Regensburg und Clermont-Ferrand sowie einem Kunststudium an der École de Recherche Graphique, Brüssel und der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg arbeitete sie als kuratorische Assistentin in der Ausstellungshalle Portikus, Frankfurt (2014) sowie am Bonner Kunstverein (2017). 2014-16 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. 2018 gründete sie zusammen mit dem Künstler Fion Pellacini den temporären Projektraum Il Caminetto in Hamburg und organisierte als freie Kuratorin Ausstellungen mit Lucy Raven (2018) und Georges Adéagbo (2019). Als Künstlerische Leiterin des Kunstvereins Harburger Bahnhof (2018-2020) arbeitete sie an Ausstellungen u.a. mit Chris Reinecke, assume vivid astro focus.



Johannes Wohnseifer, Künstler & Prof. Kunsthochschule für Medien, Köln


Johannes Wohnseifer, Foto: Albrecht Fuchs 2020.


Johannes Wohnseifer (*1967 in Köln) ist bildender Künstler und Professor für „freie Kunst“ an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Neben zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland, wird Johannes Wohnseifers Arbeit in internationalen Gruppenausstellungen verhandelt, wie zuletzt in Wien, Istanbul, Henningvær oder Paris. 1998 erhielt er das renommierte Peter-Mertes Stipendium, das im Bonner Kunstverein vergeben wird; den Förderpreisträger der Stadt Köln war er 2020. Johannes Wohnseifer lebt und arbeitet in Erftstadt und Köln.



Jury 2019-2020:


Susanne Figner, Museum Kurhaus Kleve

Prof. Peter Miller, Folkwang Universität der Künste, Essen

Merle Radtke, Kunsthalle Münster

Prof. Max Schulze, Universität Paderborn

Anna Lena Seiser, Kunsthalle Düsseldorf

Thomas Thiel, Museum für Gegenwartskunst, Siegen



Die „Junge Szene“ hat sich als ein einzigartiger Katalysator für junge Kunstschaffende zum einen und für die Museums- und Ausstellungslandschaft in NRW zum anderen erwiesen. Durch unsere Förderung konnten sich Ausstellungsräume NRW-weit etablieren, haben sich Auslandsstipendien ergeben, Werkkomplexe realisiert und lange Partnerschaften mit Kunstschaffenden und Initiatoren entwickelt.




Formular Junge Szene (offene Word-Datei)
 

Formular Junge Szene (PDF)