Neue Ausschreibungsfrist:
Residenzprogramm Kunsthaus Mitte in Oberhausen


 

Ein Pilotprojekt, gefördert von der Kunststiftung NRW



Das Kunsthaus Mitte in Oberhausen vergibt einmonatige Residenzen in den Bereichen Darstellende Künste, Bildende Künste, Musik, Film, Literatur, praxisorientierte Wissenschaft, Bildung. Das Residenzprogramm richtet sich an Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus NRW, die ihre Arbeit an der Schnittstelle Gesellschaft/Kunst verorten, bzw. in gesellschaftsrelevanten Kontexten wie dem Kunsthaus Mitte entwickeln wollen und deren Arbeitsweisen systemübergreifend sind.


Fachliche Auseinandersetzungen sind gesetzter Bestandteil der Residenzen. Ebenso werden offene Gespräche mit anderen Expert*innen und Resident*innen organisiert; auch besteht die Möglichkeit eines Mentorings.

Während jeder Residenz findet eine öffentliche Veranstaltung im Sinne der Resident*innen statt. Die Residenzen werden dokumentiert; nach Ablauf der Pilotphase entsteht eine Publikation.

Durch die Diskursanbindung, die Residenzpflicht, das Mentoring, die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den laufenden Programmen des Kunsthauses, den spezifischen Kontext Oberhausens, fördert das Programm Verbindlichkeit in der künstlerischen Arbeit sowie die gesellschaftliche wie kreative Kommunikation.

Diese strukturelle Basis steht in keinem Widerspruch zu einer freien künstlerischen Arbeit, sondern ermöglicht durch ihre Verbindlichkeit Räume, in denen künstlerisches Schaffen stattfinden kann.



Voraussetzungen:


Arbeitsschwerpunkt und wohnhaft in NRW

Das Programm richtet sich an freischaffende Künstler*innen und Wissenschaftler*innen.

Studierende sind ausgeschlossen.



Programmzeitraum:

 

Aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird das Programm um 2 Monate verschoben. Der Beginn ist daher auf den August 2020 gelegt. Der Arbeitszeitraum der ersten Vergabe streckt sich bis einschließlich Februar 2021.



Residenzdauer:


1 Monat (in begründeten Ausnahmen zwei Monate); es besteht Residenzpflicht



Leistungen:


- Arbeitsraum

- Wohnmöglichkeit im Kunsthaus und in Oberhausen

- € 1.000 Stipendium

- € 200 Reise und Verpflegungspauschale

- bis zu € 500 Materialkostenerstattung



Bewerbung:


Vorhaben (max. 2 DIN A4), unter Angabe des präferierten Monats und eines alternativen Monats, CV, bisherige Arbeiten, Foto-/Video-Links

 

(Februar-Juli 2021) bis zum 31. Dezember 2020


ausschließlich per E-Mail an: info@kunsthausmitte.de


 

Ein Pilotprojekt, gefördert von der Kunststiftung NRW.

In Kooperation mit der Herz Jesu Gemeinde Oberhausen.

 

 


Kunsthaus Mitte:


Das Kunsthaus Mitte in Oberhausen besteht seit September 2019. Es arbeitet an der Schnittstelle Gesellschaft/Kunst, indem es für individuelle künstlerische Tätigkeiten Räume zur Verfügung stellt und ein öffentliches Programm pflegt. Hierzu gehören bisher die Aktivitäten einiger Künstler*innen in den Bereichen Musik, Film, Tanz, Skulptur und Malerei, öffentliche Aufführungen, Produktionen und die Programme "Kunst-Machen", ein offenes Atelier für alle Kunstinteressierten in diversen Sparten, sowie "Kunst und Kochen", wer zusammen kochen kann, kann auch zusammen Kunst machen und in einer Stadt zusammen leben, sowie "Kunst und Sprache", in dem ein künstlerischer Umgang mit dem Lernen verschiedener Sprachen gepflegt wird. Darüber hinaus sind in 2020 ein Nachbarschafts-Kunst-Projekt im Stadtviertel, ein Residenzprogramm, Musikveranstaltungen, Diskussionsrunden und performative Produktionen geplant. Das widerspruchslose Miteinander freier Kunstausübung und die für alle Interessierten zugängliche Kunstpraxis haben einen Ort für Kunstinteressierte und Professionelle mit unterschiedlichsten Ideen geschaffen. Hier muss die Symbiose von Gesellschaft und Kunst nicht künstlich konstruiert werden, sondern sie ist Nährboden für freie Kunstausübung und kreative Relationen in weitere Lebensbereiche. Die Arbeit des Kunsthauses weicht der aktuellen Verantwortung für Gesellschaft nicht aus, vermeidet aber mit konsequenter Arbeit an diesbezüglichen und davon nicht tangierten künstlerischen Prozessen eine Vereinnahmung der Kunst durch andere Gesellschaftssysteme oder deren Institutionen.


Das Kunsthaus befindet sich mitten im alten Zentrum Oberhausens, kaum 60 Meter von der Einkaufsstraße entfernt. Das dreistöckige Gebäude birgt elf nutzbare Räume zwischen 7,5-40 qm auf ca. 200 qm Nutzfläche verteilt. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich nutzbare Räume einiger Kooperationspartner mit bis zu 140 qm. Mit dem Eigentümer des Hauses, der Herz Jesu Gemeinde, besteht ein Mietvertrag bis Ende 2020 mit Option auf Verlängerung.

Nebenbei bemerkt, handelt es sich bei der Herz Jesu Kirche um diejenige Kirche, in der Christoph Schlingensief Messdiener gewesen ist und welche er in seiner letzten Ausstellung im deutschen Pavillon in Venedig für die "Kirche der Angst" nachgebaut hat.


Die wesentlichen Kooperationspartner des Hauses in Oberhausen sind die Herz Jesu Gemeinde, das Kulturbüro der Stadt Oberhausen, das Kulturdezernat der Stadt Oberhausen und das Innenstadtbüro der Stadt Oberhausen.


Bisher wurden Projekte des Hauses von folgenden Organisationen gefördert:

Stadt Oberhausen, Kunststiftung NRW, Verfügungsfonds der Stadt Oberhausen, Landesbüro freie Darstellende Künste, Interkultur Ruhr, Sparkassen Bürgerstiftung, LAG Soziokultur NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.


Das Haus wird durch eine offiziell anerkannte Organisationsentwicklung und Qualitätssicherung begleitet.


info@kunsthausmitte.de

facebook: KunsthausMitte