Erste Resident*innen Kunsthaus Mitte, Oberhausen


In Absprache mit dem Beirat des Residenzprogramms, bestehend aus Nina Dunkmann M.A., Kuratorin der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Dr. Franz Anton Cramer, Universität Hamburg, und den regelmäßigen Nutzern des Kunsthauses, wurden die ersten Resident*innen ausgewählt.


Die Vorhaben wurden nach folgenden Kriterien ausgesucht:


- künstlerische Qualität

- eigenständiger künstlerischer Prozess

- aktiver künstlerischer Austausch mit Menschen in Oberhausen

- transparentes Vorgehen und allgemeine Zugänglichkeit


 

Die Resident*innen der ersten Runde sind:


Marie-Luise O´Byrne-Brandl, Oberhausen

Campbell Thibo, Oberhausen



Eine Infoveranstaltung findet zeitnah statt. Der Termin wird bekannt gegeben.



Weitere Künstler*innen konnten leider nicht berücksichtigt werden.

Die nächste Ausschreibung findet im November 2020 statt >>



Überdies wird der Künstlerin Marlene Ruther ermöglicht werden, ein Projekt im Kunsthaus zu erarbeiten. Diese Residenz wird durch Eigenmittel des Hauses finanziert.



Zu den Resident*innen:



Marie-Luise O´Byrne-Brandl


„Als Residenz-Künstlerin wird sie Liebesbriefe für geliebte Menschen und für beliebte Oberhausener Wahrzeichen schreiben, die per Post mit Tinte auf Papier versendet werden. Corona bedingt wird sie die Liebesbriefbestellungen jeglicher Art per E-Mail annehmen. Menschen ohne Computer können ihre Telefonnummer im Kunsthaus hinterlegen. Die Künstlerin meldet sich dann telefonisch, um herauszufinden, was für eine Art von Brief gewünscht wird. Die Transformation der Sehnsucht vom Digitalen ins Analoge ist ein Ziel ihrer Residenz. Anknüpfend an das Residenz-Projekt möchte die Künstlerin einen Stadtführer mit den im Projekt entstandenen Liebesbriefen für Oberhausener Wahrzeichen – mit Fotos vom bekannten Oberhausener Fotografen Rainer Schlautmann – veröffentlichen.

Die Liebesbriefe an Oberhausener Wahrzeichen sind, anders als Liebesbriefe für Menschen, auch für die Veröffentlichung gedacht. Liebesbriefanfragen für geliebte Menschen und verehrte Oberhausener Wahrzeichen nimmt sie ab dem 1. September unter info.obyrnebrandl @ t-online entgegen.“



Campbell Thibo


„Durch meine Arbeit im Kunsthaus zeige ich, wie die Bewohner*innen der Stadt Oberhausen ästhetische Initiative zum Gemeinnutzen der Öffentlichkeit aufbringen können. Ich vermittle an einem bestimmten Ort – dem Parkplatz im Innenhof der Herz Jesu Gemeinde (Paul-Reusch Straße) – das Gefühl, dass den Nachbarn dieser gemeinsame Platz tatsächlich gehört. Ich

lade alle zum Mitwirken ein, die Geschichte dieses Ortes miteinander zu teilen und kleine, kreative Aktionen zu üben, die die Fläche erhalten und verschönern.“



Das Residenzprogramm des Kunsthauses Mitte ist ein Pilotprojekt der Kunststiftung NRW, in Kooperation mit der Herz Jesu Gemeinde Oberhausen, gefördert durch den Kulturausschuss der Stadt Oberhausen und aus Mitteln des Verfügungsfonds der Stadt Oberhausen / Brückenschlag.