Erste Resident*innen Kunsthaus Mitte, Oberhausen


In Absprache mit dem Beirat des Residenzprogramms, bestehend aus Nina Dunkmann M.A., Kuratorin der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Dr. Franz Anton Cramer, Universität Hamburg, und den regelmäßigen Nutzern des Kunsthauses, wurden die ersten Resident*innen ausgewählt.


Die Vorhaben wurden nach folgenden Kriterien ausgesucht:


- künstlerische Qualität

- eigenständiger künstlerischer Prozess

- aktiver künstlerischer Austausch mit Menschen in Oberhausen

- transparentes Vorgehen und allgemeine Zugänglichkeit


 

Die Resident*innen der ersten Runde sind:


Marie-Luise O´Byrne-Brandl, Oberhausen

Campbell Thibo, Oberhausen



Eine Infoveranstaltung findet zeitnah statt. Der Termin wird bekannt gegeben.



Weitere Künstler*innen konnten leider nicht berücksichtigt werden.

Die nächste Ausschreibung findet im Dezember 2020 statt >>



Überdies wird der Künstlerin Marlene Ruther ermöglicht werden, ein Projekt im Kunsthaus zu erarbeiten. Diese Residenz wird durch Eigenmittel des Hauses finanziert.



Zu den Resident*innen:



Marie-Luise O‘Byrne-Brandl ist Amouröse Stadtschreiberin und nimmt als Residenzkünstlerin Liebesbriefbestellungen jeglicher Art entgegen und schreibt außerdem Liebesbriefe für beliebte Oberhausener Wahrzeichen. Die Künstlerin strebt die Transformation der Sehnsucht vom Digitalen ins Analoge an. So schreibt sie die Briefe mit Tinte auf Papier und versendet sie per Post. Aus den Briefen entsteht in Zusammenarbeit mit dem Oberhausener Fotografen Rainer Schlautmann ein Buch, das in Kürze erscheint.


In „We are Wind“ setzt sich Campbell Thibo mit der Überschneidung von Ästhetik und praktischer Arbeit auseinander. Die Arbeit findet gemeinsam mit Oberhausener*innen statt. Im Fokus steht die alltägliche Arbeit, die sich leicht wiederholen und variieren lässt, z.B. das Straßen- oder Laubfegen, das Rasenmähen, das Fensterputzen. Gerade weil diese Tätigkeiten im öffentlichen Raum Oberhausens vorkommen, funktionieren sie schon als eine Art Straßentheater.


In ihrer Arbeit „Es fließt. An den Ufersäumen der A42
“ widmet sich Marlene Ruther dem Fließenden in Oberhausen. Der Emscher, den Straßen, den Autobahnen, dem Rhein-Herne-Kanal... Es soll eine interaktive Oberhausener Karte des Fließens entstehen, die geografische Daten mit persönlichen Erzählungen von ausgewählten Ufern verbindet.



Das Residenzprogramm des Kunsthauses Mitte ist ein Pilotprojekt der Kunststiftung NRW, in Kooperation mit der Herz Jesu Gemeinde Oberhausen, gefördert durch den Kulturausschuss der Stadt Oberhausen und aus Mitteln des Verfügungsfonds der Stadt Oberhausen / Brückenschlag.