#1: Stadtkultur. Die Kunst der Öffentlichkeit


Welche neuen Formen und Freiräume der Kunst können wir schaffen, die unserer sich verändernden Gesellschaft entsprechen? Diesen und anderen Fragen widmen sich die Dienstagsgespräche im tanzhaus nrw, eine Veranstaltung in Kooperation zwischen der Kunststiftung NRW und dem tanzhaus nrw. Gemeinsam kuratiert und moderiert von Ursula Sinnreich (Kunststiftung NRW) und Bettina Masuch (tanzhaus nrw), werden Gäste aus Kunst, Wissenschaft und Politik zum Gespräch eingeladen. Das Thema bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag, 12. April, 19.30 Uhr lautet „Stadtkultur. Die Kunst der Öffentlichkeit“. Gäste sind Dorothea von Hantelmann (Kunsthistorikerin und freie Kuratorin) sowie Prof. Gerhard Schulze (Soziologe).


Foto: Katja Illner


Unbestritten befinden wir uns in Zeiten großen gesellschaftlichen Wandels. Alles, was uns bisher als selbstverständlich galt, muss erneut hinterfragt und mitunter erstritten werden. Unsere Gesellschaft wird heterogener, multinationaler und bunter, aber auch angstbesetzter, konfliktbereiter und sozial gespalten. Vor diesem Grund stellt sich auch die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion von Kunst/Institutionen aus Neue. Viel wird derzeit über kulturelle Bildung, Teilhabe und Interkulturalität gesprochen. Sind das die Instrumente, um den strukturellen Veränderungen unserer Öffentlichkeit zu begegnen?


Dorothea von Hantelmann lebt als Kunsthistorikerin und Kuratorin in Berlin. Sie war documenta-Gastprofessorin an der Kunsthochschule/Universität Kassel, kuratiert aktuell ein Ausstellungsprojekt über das Dekorative in der Kunst und arbeitet an einem Buch über Kunstausstellungen als Ritualräume, in denen grundlegende Werte und Kategorien moderner, liberaler und marktbasierter Gesellschaften eingeübt wurden und weiterhin eingeübt werden. Sie ist Autorin von „How to Do Things with Art“, ein Buch über Performativität in der zeitgenössischen Kunst.


Gerhard Schulze beschäftigte sich in zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträgen sowie Rundfunk- und Fernsehbeiträgen mit Fragen sozialen und kulturellen Wandels. Er lehrt Soziologie an der Universität Bamberg. Seine Ideen brachte Gerhard Schulze in vielen Kooperationen mit Wirtschaft, Politik, Medien und Kulturszene ein. Zu seinen Veröffentlichungen zählen „Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart“ (1992, 2005), „Die beste aller Welten“ (2003), „Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde“ (2006), „Krisen. Das Alarmdilemma“ (2011) und „Schöne neue Gesundheitswelt. Wie sich das medizinische Denken verändert“ (2016).


Save the date: #2 Di 24.05. und #3 Mo 13.06. 19:30.

Gäste werden demnächst bekannt gegeben.