Vortrag „Neues Musiktheater“


Im Rahmen der Reihe „Vom neuen Hören und Sehen“ findet am Dienstag, 19. Mai 2015 um 20.00 Uhr anlässlich des zehnjährigen Bestehens des „Fonds Experimentelles Musiktheater“ (feXm) ein Vortrag im Kölnischen Kunstverein statt. Seit 2005 bieten NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW mit ihrer gemeinsamen Initiative „feXm“ Teams von Theatermachern die Möglichkeit, im Verbund mit Schauspiel-und Opernhäusern in NRW experimentelle Musiktheaterprojekte zu realisieren.


Während bei der Oper traditionell ein Text mit musikalischen Mitteln zur Darstellung gebracht wird, hat sich seit den 60er Jahren eine andere Auffassung von Musiktheater entwickelt. Sie setzt auf die Gleichberechtigung aller beteiligten Elemente, Materialien und Medien. Charakteristisch wird jetzt das freie Spiel, das nach musikalischen bzw. kompositorischen Prinzipien organisiert wird und erst im Moment der Aufführung entsteht. Dadurch verändern sich die Prozesse des Komponierens und des Inszenierens und bewegen sich aufeinander zu. Beide sind am „Inszenieren des Hörens“ beteiligt.


Anhand von Beispielen zeigt der Berliner Komponist und Regisseur Matthias Rebstock auf, wie sich solche Prozesse der Inszenierung des Hörens beschreiben lassen – und was daraus für die Produktionsprozesse von Musiktheater folgt.


Matthias Rebstock ist Institutsleiter des Bereichs „Szenische Musik“ an der Universität Hildesheim und arbeitet als freier Regisseur im Bereich neuer Formen des Musiktheaters. Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit bilden das Musiktheater im 20. und 21. Jahrhundert, Ästhetik und Zeichentheorie sowie die Analyse intermedialer Kunstformen.


Allgemeine Informationen: www.nrw-kultur.de/fexm, www.koelnischerkunstverein.de