Performing Arts
- Individuelle Förderung



Ein Pilotprojekt, gefördert von der Kunststiftung NRW


Das Kunsthaus Mitte in Oberhausen vergibt einmonatige Residenzen in den Bereichen Darstellende Künste, Bildende Künste, Musik, Film, Literatur, praxisorientierte Wissenschaft, Bildung. Das Residenzprogramm richtet sich an Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus NRW, die ihre Arbeit an der Schnittstelle Gesellschaft/Kunst verorten, bzw. in gesellschaftsrelevanten Kontexten wie dem Kunsthaus Mitte entwickeln wollen und deren Arbeitsweisen systemübergreifend sind.


Fachliche Auseinandersetzungen sind gesetzter Bestandteil der Residenzen. Ebenso werden offene Gespräche mit anderen Expert*innen und Resident*innen organisiert; auch besteht die Möglichkeit eines Mentorings.

Während jeder Residenz findet eine öffentliche Veranstaltung im Sinne der Resident*innen statt. Die Residenzen werden dokumentiert; nach Ablauf der Pilotphase entsteht eine Publikation.

Durch die Diskursanbindung, die Residenzpflicht, das Mentoring, die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den laufenden Programmen des Kunsthauses, den spezifischen Kontext Oberhausens, fördert das Programm Verbindlichkeit in der künstlerischen Arbeit sowie die gesellschaftliche wie kreative Kommunikation.

Diese strukturelle Basis steht in keinem Widerspruch zu einer freien künstlerischen Arbeit, sondern ermöglicht durch ihre Verbindlichkeit Räume, in denen künstlerisches Schaffen stattfinden kann.


Voraussetzungen:


Arbeitsschwerpunkt und wohnhaft in NRW


Programmzeitraum:


Juni 2020 - Mai 2021


Achtung!

Aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird das Programm um 2 Monate verschoben. Der Beginn ist daher auf den August 2020 gelegt. Der Arbeitszeitraum der ersten Vergabe streckt sich bis einschließlich Februar 2021.



Residenzdauer:


1 Monat (in begründeten Ausnahmen zwei Monate); es besteht Residenzpflicht


Leistungen:


- Arbeitsraum

- Wohnmöglichkeit im Kunsthaus und in Oberhausen

- € 1.000 Stipendium

- € 200 Reise und Verpflegungspauschale

- bis zu € 500 Materialkostenerstattung


Bewerbung:


Vorhaben (max. 2 DIN A4), unter Angabe des präferierten Monats und eines alternativen Monats, CV, bisherige Arbeiten, Foto-/Video-Links


neue Zeiträume >>


(August 2020-Februar 2021) bis zum 30. Juni 2020


(März-Juli 2021) bis zum 30. November 2020


ausschließlich per E-Mail an: info@kunsthausmitte.de


 

Ein Pilotprojekt, gefördert von der Kunststiftung NRW.

In Kooperation mit der Herz Jesu Gemeinde Oberhausen.

 

 

Kunsthaus Mitte:


Das Kunsthaus Mitte in Oberhausen besteht seit September 2019. Es arbeitet an der Schnittstelle Gesellschaft/Kunst, indem es für individuelle künstlerische Tätigkeiten Räume zur Verfügung stellt und ein öffentliches Programm pflegt. Hierzu gehören bisher die Aktivitäten einiger Künstler*innen in den Bereichen Musik, Film, Tanz, Skulptur und Malerei, öffentliche Aufführungen, Produktionen und die Programme "Kunst-Machen", ein offenes Atelier für alle Kunstinteressierten in diversen Sparten, sowie "Kunst und Kochen", wer zusammen kochen kann, kann auch zusammen Kunst machen und in einer Stadt zusammen leben, sowie "Kunst und Sprache", in dem ein künstlerischer Umgang mit dem Lernen verschiedener Sprachen gepflegt wird. Darüber hinaus sind in 2020 ein Nachbarschafts-Kunst-Projekt im Stadtviertel, ein Residenzprogramm, Musikveranstaltungen, Diskussionsrunden und performative Produktionen geplant. Das widerspruchslose Miteinander freier Kunstausübung und die für alle Interessierten zugängliche Kunstpraxis haben einen Ort für Kunstinteressierte und Professionelle mit unterschiedlichsten Ideen geschaffen. Hier muss die Symbiose von Gesellschaft und Kunst nicht künstlich konstruiert werden, sondern sie ist Nährboden für freie Kunstausübung und kreative Relationen in weitere Lebensbereiche. Die Arbeit des Kunsthauses weicht der aktuellen Verantwortung für Gesellschaft nicht aus, vermeidet aber mit konsequenter Arbeit an diesbezüglichen und davon nicht tangierten künstlerischen Prozessen eine Vereinnahmung der Kunst durch andere Gesellschaftssysteme oder deren Institutionen.


Das Kunsthaus befindet sich mitten im alten Zentrum Oberhausens, kaum 60 Meter von der Einkaufsstraße entfernt. Das dreistöckige Gebäude birgt elf nutzbare Räume zwischen 7,5-40 qm auf ca. 200 qm Nutzfläche verteilt. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich nutzbare Räume einiger Kooperationspartner mit bis zu 140 qm. Mit dem Eigentümer des Hauses, der Herz Jesu Gemeinde, besteht ein Mietvertrag bis Ende 2020 mit Option auf Verlängerung.

Nebenbei bemerkt, handelt es sich bei der Herz Jesu Kirche um diejenige Kirche, in der Christoph Schlingensief Messdiener gewesen ist und welche er in seiner letzten Ausstellung im deutschen Pavillon in Venedig für die "Kirche der Angst" nachgebaut hat.


Die wesentlichen Kooperationspartner des Hauses in Oberhausen sind die Herz Jesu Gemeinde, das Kulturbüro der Stadt Oberhausen, das Kulturdezernat der Stadt Oberhausen und das Innenstadtbüro der Stadt Oberhausen.


Bisher wurden Projekte des Hauses von folgenden Organisationen gefördert:

Stadt Oberhausen, Kunststiftung NRW, Verfügungsfonds der Stadt Oberhausen, Landesbüro freie Darstellende Künste, Interkultur Ruhr, Sparkassen Bürgerstiftung, LAG Soziokultur NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.


Das Haus wird durch eine offiziell anerkannte Organisationsentwicklung und Qualitätssicherung begleitet.


info@kunsthausmitte.de

facebook: KunsthausMitte




Bestärkt durch den großen Erfolg schreibt das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste hiermit zum zweiten Mal ein Mentoring-Programm aus, gefördert durch die Kunststiftung NRW. Dieses ermöglicht erfahrenen freien Ensembles und Kollektiven aus Nordrhein-Westfalen für die Dauer von ca. einem Jahr produktionsunabhängig mit Mentor*innen ihrer Wahl zusammen zu arbeiten.

Die Freien Darstellenden Künste haben sich trotz größtenteils schwieriger Arbeits- und Produktionsbedingungen in den letzten 10 Jahren zu einer stabilen 2. Säule neben den traditionellen Institutionen der Stadttheater etabliert. Es mangelt dennoch nach wie vor an auskömmlichen Produktionsbedingungen, die zumindest die Honoraruntergrenze für Produktionszeiten garantieren. Es fehlen Förderformate, die kontinuierliches Arbeiten und Weiterentwicklung des künstlerischen Profils abseits der eigentlichen Produktionen ermöglichen. Es ist unzweifelhaft, dass gute künstlerische Arbeit die Möglichkeit zur freien Reflektion über die eigene Arbeit braucht. Dies gilt insbesondere auch für erfahrene Akteure*innen, die schon länger ihren Beitrag zur Kulturlandschaft in NRW leisten. Das Mentoring-Programm richtet sich daher an die Vielzahl von Gruppen, Ensembles und künstlerischen Kollektiven in NRW, die seit Jahren zuverlässige, ideenreiche Arbeit leisten.

Das Mentoring soll ausschließlich Kollektiven und Ensembles zur Verfügung stehen, wobei im Einzelfall auch die Förderung einzelner Mitglieder von Formationen ermöglicht werden sollte, wenn diese dem Gesamtprofil von Gruppe, Ensemble, Kollektiv dienen.

Die Förderung sollte ausdrücklich als Phase des Experiments deklariert werden. Das Mentoring ist nicht unmittelbar produktionsbegleitend. Außergewöhnliche, forschungsbasierte Vorhaben im Feld von Theorie und Praxis, transdisziplinäre Kollaborationen, wissenschaftliche Begleitung künstlerischer Konzeptionen, das künstlerische Profil einer Gruppe / eines Ensembles schärfende Trainingseinheiten, etc. sind förderwürdig. Als Mentor*innen kommen Expert*innen aus allen dezidiert künstlerischen Bereichen, aber ausdrücklich auch aus ganz anderen Disziplinen wie den Wissenschaften, dem Sport, der Wirtschaft, etc. infrage. Das Mentoring dient sowohl der Vertiefung und Erweiterung bestehender Arbeitsansätze und Konzeptionen als auch der Erschließung neuer

Ideenfelder. Es ist ausdrücklich nicht als Ersatz für unmittelbare Produktionsarbeiten gedacht. Wie und wo sich Ensembles / Gruppen und Mentor*innen begegnen, und ob Workshops, Klausuren oder moderierte Gespräche stattfinden, obliegt den Antragsteller*innen selbst. Bedingung für die Förderung ist jedoch eine kontinuierliche Arbeit, die nachhaltige Wirkung auf die künstlerische Arbeit ermöglicht. Die Arbeitsprozesse werden vom NRW Landesbüro begleitet.



Das Programm ist eine Initiative der Kunststiftung NRW.

Weitere Informationen zum Programm und zur Bewerbung finden Sie >> hier

sowie unten in den Downloads




Die Kunststiftung NRW und die Pina Bausch Foundation haben gemeinsam ein Stipendienprogramm entwickelt, um als Tanzland NRW im globalen Kontext Verantwortung für eine weitere Professionalisierung der Ausbildung zu übernehmen. Das Pina Bausch Fellowship ermöglicht Tänzerinnen und Tänzern sowie Choreografinnen und Choreografen weltweit, als Mitglied auf Zeit in einem Ensemble ihrer Wahl neue tänzerische Ausdrucksweisen kennenzulernen oder sich mit der Arbeitsweise eines renommierten Choreografen bzw. einer Choreografin auseinanderzusetzen. Dies soll dazu beitragen, ihr eigenes Bewegungsrepertoire zu erweitern und neue, individuelle Ausdrucksweisen zu finden – um damit ihre persönliche künstlerische Entwicklung zu beflügeln. Die Erfahrungen dieses Prozesses und dessen Arbeitsergebnisse stellen die Stipendiatinnen und Stipendiaten abschließend in einer künstlerischen Präsentation in Wuppertal öffentlich vor.

Das Stipendium wird international ausgeschrieben. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt durch eine eigens zusammen-gestellte Jury.

Der Aufenthalt dauert zwischen drei und sechs Monate und umfasst eine monatliche Zuwendung sowie die Reisekosten. Es werden bis zu vier Stipendien pro Jahr vergeben.


Informationen und Bewerbungen




Für den Zeitraum von sechs Monaten vergibt die Kunststiftung NRW ein Stipendium in Istanbul an Tanz- und Theaterschaffende, die ihren Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen haben. Die Ausschreibung richtet sich an professionelle Künstler*innen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben und erste Berufserfolge vorweisen können. Die Vergabe erfolgt auf Grund der künstlerischen Qualität des für den Aufenthalt eingereichten Projektvorschlages bzw. Arbeitsvorhabens.

Ziel des Stipendiums in Istanbul ist es, den transkulturellen Austausch zu ermöglichen. Die Stipendiatin/der Stipendiat soll die Situation und Entwicklung der Performing Arts vor Ort kennenlernen, Kontakte aufnehmen und vertiefen, Ideen und Anregungen austauschen und nach der Rückkehr neue Impulse die jeweiligen Arbeitskontexte einbringen.

Das Stipendium beinhaltet die kostenlose Nutzung eines Wohnateliers in dem Stadtteil Galata Beyoglu und eine Pauschale für Lebenshaltungskosten und Material in Höhe von monatlich 1.200,- Euro über einen Zeitraum von 6 Monaten. Hinzu kommen einmalig bis zu 600,- Euro für die Flugkosten.

Es besteht Residenzpflicht.


Hinweis:

Bitte senden Sie Anträge bzw. Bewerbungen ausschließlich per Post an:

Kunststiftung NRW

Roßstraße 133

40476 Düsseldorf


Per E-Mail eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.



Ausschreibung Mentoring 2020