Kunststiftung NRW & Pina Bausch Foundation

Kunststiftung NRW &
Pina Bausch Foundation Wuppertal

Pina Bausch Archiv
Dokumentarfilm "Dancing Pina"
Pina Bausch Fellowship

Pina Bausch Archiv
Ankauf von Pina-Bausch-Filmen
und -Videos

Mit der Eröffnung des Pina Bausch Archivs in Wuppertal wurden 2020 große Teilbestände aus dem Nachlass der Choreografin für eine breite Öffentlichkeit zugänglich. Seit November 2021 sind ausgewählte Materialien erstmals auch digital über die Archiv-Website einsehbar. Die Kunststiftung NRW fördert den Archivierungsprozess. Ein Fokus liegt dabei auf der Sicherung der wichtigsten Filmdokumente zur Arbeit von Pina Bausch. Bereits 2017 unterstützte die Stiftung den Ankauf von Videobändern.

Das Medium Film war für das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch von großer Bedeutung, vor allem in Bezug auf Proben und Wiedereinstudierungen. Unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch sind seit Anfang der 1980er-Jahre Video-Aufnahmen zu 20 Stücken entstanden, die sich im Besitz des Verlags L’Arche Éditeur (Paris) befanden. Die Kunststiftung NRW hat den Ankauf von neun Filmen aus dem Bestand des Verlags ermöglicht. Sie werden fortlaufend im digitalen Pina Bausch Archiv sowie im Rahmen der Reihe Pina Bausch Editions publiziert. Den Auftakt macht die Filmfassung von "Café Müller" aus dem Jahr 1978. Sie zeigt eine Aufnahme mit Pina Bausch, die im Opernhaus Wuppertal entstanden ist. Der Film war bisher nur als DVD erhältlich und ist nun frei zugänglich.

Dancing Pina
Dokumentarfilm
Florian Heinzen-Ziob
Premiere Mai 2022, DOK.fest München

Filmstill, "Sacre du Printemps / École des Sables"
Filmstill, "Sacre du Printemps / École des Sables"

Der Dokumentarfilm "Dancing Pina! von Florian Heinzen-Ziob nimmt die intensive Arbeit des Pina Bausch Archivs und die damit einhergehende Weitergabe von Tanz in den Blick: von den archivarischen Aufgaben über die Beobachtung der Überlieferung von Gesten im Tanz hin zum Finden einer Sprache, für die Pina Bausch die Bezeichnung Tanztheater fand.

Zwei Einstudierungen der Pina Bausch Foundation zeigen eine neue Generation professioneller Tänzer:innen aus unterschiedlichsten Tanz-Kulturen: Vom Streetdance, von traditionellen und zeitgenössischen afrikanischen Tänzen oder dem klassischen Ballett. Während in der renommierten Semperoper in Dresden Pina Bauschs Stück "Iphigenie auf Tauris" durch Protagonist:innen des Wuppertaler Tanztheaters erstmals an eine andere Kompanie weitergegeben wurde, formierte sich im Senegal an der bedeutenden L’École des Sables eine ganz neue Gruppe aus westafrikanischen Tänzer:innen. Sie ließen Pina Bauschs "Le Sacre du Printemps" in einen transkulturellen Kontext treten.

Text: Mindjazz Pictures

Kinostart Deutschland: September 2022

Gefördert im Rahmen von "30 Jahre Kunststiftung NRW, 2019".

Zum Trailer.

Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography
seit 2016

Gemeinsam mit der Pina Bausch Foundation hat die Kunststiftung NRW das internationale Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography initiiert. Es wird seit 2016 vergeben und international ausgeschrieben.

Performing Arts

Wir fördern die Realisierung herausragender Produktionen und Diskursformate, internationale Kooperationen und Publikationen. Produktionshäuser, die sich als impulsgebende Zentren für ästhetische und gegenwartskritische Fragestellungen positionieren, unterstützen wir ebenso wie die Arbeit wegweisender Festivals.

Um der weitverzweigten künstlerischen Praxis im Feld der Performing Arts ein Forum zu geben, Weiterqualifizierung und Forschung zu ermöglichen, fördern wir transdisziplinäre Arbeitsformen, Netzwerke und Diskurse ebenso wie Residenzen und Freiräume für Theorie und Reflexion, so zum Beispiel durch die Vergabe von Recherchestipendien sowie Stipendien zur künstlerischen Forschung.

Im Sinne einer nachhaltigen Förderpolitik entwickeln wir gemeinsam mit zukunftsweisenden Institutionen und Kunstschaffenden signifikante mehrjährige Förderperspektiven.

Ein künstlerischer Beirat begleitet die Entscheidungsprozesse und Diskurse in den Performing Arts. In den Sitzungen werden virulente Themen, zukünftige Förderpolitiken, kulturpolitische, ästhetische und strukturelle Fragen im Kontext aktueller wie langfristiger Entwicklungen diskutiert.

  • Förderung

    • Allgemeine Vorhaben
    • Stipendien
    • Residenzen
      • Atelier Galata, Istanbul

        Die Kunststiftung NRW vergibt ein Residenzstipendium im Bereich Performing Arts in Istanbul.

        Ziel des Stipendiums ist es, die Kunstszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, transdisziplinäre Arbeitsmethoden zu erproben, Ideen auszutauschen und diese Impulse nach der Rückkehr in die jeweiligen Arbeitskontexte in Nordrhein-Westfalen einzubringen. Die Ausschreibung ist nicht alterslimitiert. Sie richtet sich an professionelle Tanz- und Theaterschaffende mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben.
         

        • Performing Arts
          Antragsverfahren
          Atelier Galata, Istanbul

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        • Performing Arts
          Stipendiat:innen und
          Publikationsreihe
          Residenzstipendium
          Atelier Galata, Istanbul

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    • Förderbeispiele

      • Richard Siegal & Igor Levit
        Ballet of Difference (BOD)
        "The People United"
        Bregenzer Frühling & Schauspiel Köln

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      • Impulse Theater Festival
        Düsseldorf, Köln, Mülheim an der Ruhr

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      • Asphalt Festival
        Sommerfestival der Künste
        Düsseldorf

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      • Special
        Hofmann&Lindholm
        Bochum
        Tabori-Preisträger:innen 2023

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      • Ballmoos Productions
        Theater im Pumpenhaus
        "Oxford Spacebase"
        Oxford Kaserne
        Münster

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      • Kunststiftung NRW & Pina Bausch Foundation Wuppertal

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      • Pina Bausch Professur
        Folkwang Universität der Künste
        Marina Abramović
        Essen

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      • Sasha Waltz & Guests
        Ensemble Musikfabrik
        "In C"
        Beethovenfest Bonn
        Oper Bonn

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      • Rimini Protokoll
        16 Szenen für einen Wald
        Burg Hülshoff – Center for Literature
        Havixbeck

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      • Publikationen

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      • Neue Kunsträume für Performing Arts in NRW

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      • Romeo Castellucci
        "Pavane für Prometheus"
        Viktoriabad Bonn

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    • Künstlerischer Beirat

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  • Stiftungsinitiativen
    • Christoph-Schlingensief-Gastprofessur

      Die Kunststiftung NRW initiierte 2015 eine Gastprofessur für den Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum, die es ermöglicht, international renommierte Künstler:innen und Kollektive einzuladen, um hier mit den Studierenden an aktuellen Fragestellungen der darstellenden Künste zu arbeiten.

      Auf diese Weise verbinden sich Forschung und Vermittlung von theoretischen und angewandten Kompetenzen mit dem Ziel, den künstlerischen Nachwuchs in NRW durch externe Exzellenz professionell zu unterstützen. Christoph Schlingensief als Namensgeber verweist auf die ästhetische und künstlerische Diversität der Professur – sie ist spartenübergreifend und experimentell konzipiert.

      Bewerbungen:
      https://szenische-forschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de/christoph-schlingensief-gastprofessur/
       

    • Christoph-Schlingensief-Dozentur

      Seit dem WS 2018/19 vergibt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum kontinuierlich und spartenübergreifend eine einsemestrige Dozentur an herausragende, in Nordrhein-Westfalen beheimatete Künstler:innen.

      In mehreren, thematisch unterschiedlichen Blöcken arbeiten sie mit den Studierenden sowohl praktisch als auch theoretisch. Ausgangspunkt soll die jeweilige Ästhetik und Methodik der eingeladenen Künstler:innen und deren berufliche Erfahrungen im Kontext der Gegenwartskünste sein.

      Bewerbungen:
      https://szenische-forschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de/christoph-schlingensief-dozentur/
       

    • Christoph-Schlingensief-Fellowship

      Seit 2020 vergibt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum Stipendien an Absolvent:innen.

      Das Christoph-Schlingensief-Fellowship soll Stipendiat:innen in der Phase nach dem Studienabschluss ermöglichen, künstlerisch-forschende Arbeitsweisen und Methoden produktionsunabhängig auszubauen, sich weiterzubilden, die Funktionsweisen des Marktes kritisch zu reflektieren und Kontakte zu relevanten Fachleuten oder Institutionen zu knüpfen bzw. zu intensivieren.
      Die Aufnahme ins Programm des Christoph-Schlingensief-Fellowships ist ausdrücklich nicht an die Durchführung künstlerischer Produktionen gebunden; vielmehr sollen tendenziell ergebnisoffene Projekte, die den Übergang vom Studium in die Professionalität erleichtern, gefördert werden.

    • Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography

      Die Kunststiftung NRW konzipierte gemeinsam mit der Pina Bausch Foundation das internationale Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography, das seit 2016 vergeben und international ausgeschrieben wird.

      Das Fellowship ermöglicht Tänzer:innen und Choreograf:innen weltweit, als Mitglied auf Zeit in einem Ensemble ihrer Wahl neue tänzerische Ausdrucksweisen kennenzulernen, sich mit den Arbeitsweisen von renommierten Choreograf:innen auseinanderzusetzen oder als Gast an einem Tanzinstitut zu hospitieren. Dies soll dazu beitragen, ihr eigenes Bewegungsrepertoire zu erweitern und neue, individuelle Ausdrucksweisen zu finden. Der Aufenthalt dauert zwischen drei und sechs Monate und umfasst eine monatliche Zuwendung sowie die Reisekosten. Es werden bis zu vier Stipendien pro Jahr vergeben. Die Erfahrungen dieser Prozesse und ihre Arbeitsergebnisse stellen die Stipendiat:innen abschließend beim jährlichen "Meet the Fellows" in Wuppertal öffentlich vor. Die Auswahl der Stipendiat:innen erfolgt durch eine eigens zusammengestellte Jury.

      Bewerbungen:
      https://fellowship.pinabausch.org/
       

    • Mentoring-Programm

      Die Kunststiftung NRW initiierte 2017 gemeinsam mit dem Landesbüro Freie Darstellende Künste in Dortmund ein Mentoring-Programm.
      Das Mentoring-Programm richtet sich an Gruppen, Ensembles und künstlerische Kollektive in NRW, die seit mindestens fünf Jahren professionell zusammenarbeiten.

      Es ermöglicht den von einer Jury ausgewählten Gruppen, für die Dauer von ca. einem Jahr produktionsunabhängig mit Mentor:innen ihrer Wahl zusammen zu arbeiten.
      Das Mentoring dient der Vertiefung und Erweiterung bestehender Arbeitsansätze, der Weiterentwicklung des künstlerischen Profils abseits spezifischer Produktionen und der Erschließung neuer Ideenfelder.
      Zwar sind die Freien Darstellenden Künste eine stabile zweite Säule neben den traditionell etablierten Institutionen der Stadttheater. - Es mangelt aber an Förderformaten, die besondere Produktionsweisen und Methoden von Freien Künstler:innen und Gruppen berücksichtigen, wie zum Beispiel ein forschungsbasiertes, prozessorientiertes oder transdisziplinäres Arbeiten im Spannungsfeld von Theorie und Praxis.
      Als Mentor:innen kommen Expert:innen aus allen künstlerischen Bereichen, aber auch aus anderen Disziplinen wie den Wissenschaften, dem Sport, der Wirtschaft, etc. infrage.

      Die Arbeitsprozesse werden vom NRW Landesbüro begleitet und evaluiert.

      Bewerbungen:
      https://www.nrw-lfdk.de/
       

    • Postdramatisches Theater in Portraits

      Die von der Kunststiftung NRW initiierte Publikationsreihe portraitiert erstmals in Form von Monografien wegweisende Akteur:innen eines postdramatischen Theaters im deutschsprachigen Raum.

      • Postdramatisches Theater in Portraits
        Eine Publikationsreihe der Kunststiftung NRW
        im Alexander Verlag Berlin

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