Mentoring 2026/27

Mentees 2026/27

Vier Gruppen aus NRW wurden in das Mentoring-Programm 2024/25 aufgenommen:

Foto: © Anna Spindelndreier
Foto: © Anna Spindelndreier

notsopretty

notsopretty – bestehend aus Anna Júlia Amaral, Marcel Nascimento und Nina Weber – entwickelt seit 2018 multimediale Performances aus Video, Text, Choreografie und Musik. Ausgehend von der Liebe zur Popkultur entstehen Arbeiten, die sich mit Herkunft, Geschlecht, Klasse, Sexualität und Identitätskonstruktion auseinandersetzen. notsopretty hat eine Ästhetik gebaut, auf der Begehren, Scham, Überforderung, Humor, Pop, Spaß und gesellschaftliche Zuschreibungen gleichzeitig Platz haben. Aus der Klassismus-Recherche der letzten Produktion entstand der neue Themenschwerpunkt UNDER PLEASURE, der aktuell im Austausch mit Mentor:innen vertieft wird.

UNDER PLEASURE markiert eine neue künstlerische Phase von notsopretty. In den kommenden Jahren setzen wir uns radikal mit Lust & Klasse auseinander. Lust verstehen wir als ästhetisches Prinzip, politische Praxis und künstlerische Methode. Uns interessiert Pleasure nicht nur als Thema, sondern als Haltung, aus der wir produzieren. Ausgangspunkt ist ein Widerspruch: Lust wird überall vermarktet – durch Wellness, Schönheit, Social Media und Selbstoptimierung. Gleichzeitig ist sie strukturell ungleich verteilt. Wer darf genießen, welche Körper gelten als begehrenswert und wessen Pleasure wird sichtbar und legitimiert?

"Im Mentoring möchten wir ein ästhetisches Vokabular für UNDER PLEASURE entwickeln. Welche visuellen, performativen und räumlichen Mittel können Lust sichtbar und erfahrbar machen? Mit Jovana Reisinger arbeiten wir mit einer Künstlerin und Autorin, die sich intensiv mit Pleasure, Geschlecht, Popkultur und gesellschaftlichen Machtverhältnissen beschäftigt. Ihre Perspektive hilft uns, Pleasure als künstlerische Methode weiterzudenken und unsere eigene Praxis zu schärfen. Wir fragen: Wie verändert Pleasure unsere Arbeitsweisen, Ästhetiken und unsere Positionierung als Kollektiv?"

Foto: © Arturo Lugo
Foto: © Arturo Lugo

Montserrat Gardó Castillo und Petr Hastik

Montserrat Gardó Castillo und Petr Hastik arbeiten seit 2013 als künstlerisches Duo und sind in Düsseldorf ansässig. Beide kommen ursprünglich aus dem Tanz, mit zusätzlichem Hintergrund in Pädagogik, Journalismus und Cultural Studies. Sie waren langjährige Mitglieder von NEUER TANZ/VA Wölfl und international tätig, u.a. mit Tino Sehgal, Gintersdorfer/Klaßen, Heiner Goebbels und Alexandra Pirici. Ihre Arbeit zielt darauf, Erfahrungen zu schaffen, die das Publikum in einen gemeinsamen künstlerischen Raum hineinziehen. Koproduziert von FFT Düsseldorf, bewegen sich ihre Stücke zwischen Tanz, Theater, Video und Sound, darunter The Fall of Sleep, No Man's Sky, The Future Was Us und BRUTOLOGY.

"Nach mehr als zehn Jahren gemeinsamer Praxis unterstützt uns dieses Mentoring darin, unsere eigene szenische Sprache zu vertiefen, und wie Technologie darin als strukturelles Element dieser Sprache wirken kann. Mit Gob Squad wollen wir untersuchen, wie Partizipation selbst eine Dramaturgie über verschiedene Formate und Maßstäbe hinweg zusammenhalten kann. Mit Txalo Toloza, einem spanischen multidisziplinären Künstler, interessiert uns, wie er ein szenisches Gerät und dessen Bedeutung als eine einzige Geste denkt. Uns geht es um mehr Flexibilität, ein breiteres Werkzeugrepertoire und ein erweitertes szenisches Vokabular."

Foto: © Malte Hömberg
Foto: © Malte Hömberg

STUDIO 7

STUDIO 7 ist ein internationales Ensemble mit Sitz in Schwerte (NRW). Die Theaterarbeit geht von der Aktion aus, vom "Wie", von Handlung und ihrer Motivation — und ist dem physical theatre nahe, ohne sich darauf festlegen zu lassen. Die Stücke sind musikalisch geprägt und handlungsgetrieben, ihre Dramaturgie sucht das Publikum durch Widersprüche und Reibungen zu überraschen. Mit dem Trägerverein Theaterwerkstatt für aktive Kultur e.V. betreibt die Gruppe seit 2015 das Kulturzentrum "Auf der Heide" und verbindet professionelle Ensemblearbeit mit nichtformaler kultureller Bildung. 2023 wurde die Arbeit mit dem Integrationspreis der Stadt Schwerte ausgezeichnet.

Ausgangspunkt für das Mentoring ist Shakespeares "The Taming of the Shrew" (spanisch: La doma de la furia) — eine grässliche 'Komödie' über männliche Herrschaft, die sich heute nicht mehr spielen lässt — eigentlich nie. STUDIO 7 nimmt sich Zeit, dem Thema in anderer Weise nachzugehen: Wo finden wir die Widerspenstigkeiten, die in uns selbst Aggressionen und Unterwerfungswünsche auslösen? Wo behaupten wir unseren Phantombesitz (Eva von Redecker)? Die Zähmung richtet sich dann auf das Unverfügbare selbst, das sich der Kontrolle, der Disziplinierung, der Verdinglichung entzieht und uns gerade dadurch in den Wahnsinn treibt. Auf dieser Grundlage entstehen 'Studien über die Zähmung'. Dafür kommt als Mentor Regisseur und Schauspieler Hernán Gené (Madrid) hinzu, um mit dem Ensemble eine suggestive Theatersprache für unmögliche, eskalierende, unkontrollierbare Situationen zu untersuchen.

Foto: © Alessandro De Matteis
Foto: © Alessandro De Matteis

VR Dance Club

Anna-Carolin Weber (Choreografin) und Tobias Kopka (Experience-Designer) arbeiten seit 2010 g emeinsam künstlerisch an der Schnittstelle von Tanz, Technologie und Begegnung. 2022 gründeten sie das Projektensemble VR Dance Club, mit dem sie interaktive, partizipativ Tanzperformances und Medienchoreografien für ein generationsübergreifendes Publikum entwickeln. Im Zentrum der Performances und Installationen stehen körperliche Begegnungen in interaktiv erweiterten Räumen, in denen Performer:innen und Besucher:innen gemeinsam tanzen, handeln und gestalten.

Die Arbeiten wurden u. a. am tanzhaus nrw, HAU Berlin, der Zeche Zollverein, der TanzFaktur Köln, dem PATHOS München und der Akademie für Theater und Digitalität am Theater Dortmund gezeigt. VR Dance Club wird europaweit zu Festivals und Konferenzen eingeladen, um in Artist Talks die spezifischen Ansätze des Ensembles im Zusammenspiel von Tanz und Virtual Reality, Bewegungstracking, KI-gestützter Audio-Orchestrierung und Mehrkanal-Klang vorzustellen.

Im Mentoring "Runaway Script: Storytelling in partizipativen Medienchoreografien" begleitet die in Edinburgh lebende und arbeitende Dramaturgin und Forscherin Dr. Katie Hawthorne Anna-Carolin Weber und Tobias Kopka von Oktober 2026 bis September 2027 aus internationaler Perspektive bei der Entwicklung neuer Werkzeuge für das Storytelling der interaktiven Aufführungsformate von VR Dance Club. In physischen und digitalen Arbeitstreffen erproben sie Erzählmodelle, die Besucher:innen Orientierung und Sinn geben, ohne Co-Kreation, individuelle Rhythmen und die Offenheit des Verlaufs einzuschränken.

Jury 2026/27

Anngret Schultze

arbeitet solo und kollektiv in den freien darstellende Künsten in den Bereichen Performance, Choreografie, Dramaturgie und Audiodeskription. Sie verbindet ihre Hintergründe Kulturwissenschaften, Performance Studies und kulturpolitisches Arbeiten in den Themenschwerpunkten Darstellende Kunst als Transformationsmotor, Zugänglichkeit zeitgenössischer Performance und solidarische Arbeitsweisen in der freien darstellenden Szene.

Ihr Lebens- und Arbeitsschwerpunkt ist in Hamburg.

Maria Vogt

ist Autorin, Regisseurin und Performerin. Für ihre Arbeit als Schauspielerin wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für Darstellende Kunst ausgezeichnet. Sie studierte sie Film an der HFBK Hamburg (Master) sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.

Seit 2012 ist sie Teil der künstlerischen Leitung des Theaterkollektivs KGI – Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten, mit dem sie interdisziplinäre Arbeiten an der Schnittstelle von Theater, Film, Performance und digitalen Medien entwickelt. Ihre Projekte befassen sich u. a. mit Erinnerung, Affektübertragung und gesellschaftlichen Transformationsprozessen und wurden an Häusern wie dem Ringlokschuppen Ruhr, HAU, Theater Discounter, Staatstheater Nürnberg und dem Theater an der Ruhr gezeigt.

2023 erhielt sie das Wim-Wenders-Stipendium der Filmstiftung NRW für ihr Science-Fiction-Projekt Antropka, das 2025 als Mixed-Reality-Theaterstück am Theater an der Ruhr uraufgeführt wurde. Aktuell entwickelt sie die neue transmediale Arbeit „Fast Nacht“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für neue soziale Plastik.

Thomas Plischke

ist Tänzer, Choreograf und Performancekünstler. Er studierte zeitgenössischen Tanz an den P.A.R.T.S. in Brüssel (1995–1998) als Teil der ersten Generation und war Stipendiat der Carl-Duisberg-Gesellschaft. Seine frühen Solowerke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Philip Morris Tanzstipendium (1998) sowie dem Tanzpreis der Stadt München (2000).

Seit 2001 arbeitet er eng mit Kattrin Deufert als Künstlerduo deufert&plischke. Gemeinsam entwickeln sie transdisziplinäre Arbeiten an der Schnittstelle von Tanz, Gesellschaft und Medien, die Choreografie, Fotografie, Text und Video verbinden. Im Zentrum ihrer Praxis stehen kollaborative und partizipative Prozesse, die klassische Rollen zwischen Kunstschaffenden und Publikum hinterfragen und neue Erfahrungsräume eröffnen.

Ihre Projekte reichen von langfristigen Performances im Ausstellungsraum über theatrale Installationen bis hin zu kollektiven künstlerischen Prozessen mit Gemeinschaften. Neben ihrer künstlerischen Arbeit kuratieren deufert&plischke internationale Formate und Festivals. Ihre Werke zeichnen sich durch konzeptuelle Offenheit, ästhetische Vielschichtigkeit und ein bewusstes Spiel mit Unlesbarkeit aus.

Von 2020 bis 2025 initiierten und betrieben sie mit der spinnereischwelm einen offenen Kunstort für zeitgenössische Kunst in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Schwelm. Seitdem führen sie diese Praxis im dpsp.studio weiter, einem Studio für künstlerische Forschung und Produktion.

Seit einigen Jahren leben und arbeiten sie als Künstlerfamilie mit ihren beiden Kindern.

Performing Arts

Wir fördern die Realisierung herausragender Produktionen und Publikationen sowie international wegweisende Kooperationen. Produktionshäuser, die sich als impulsgebende Zentren für ästhetische und gegenwartskritische Fragestellungen positionieren, unterstützen wir ebenso wie die Arbeit wegweisender Festivals.

Um der weitverzweigten künstlerischen Praxis im Feld der Performing Arts ein Forum zu geben, Weiterqualifizierung und Forschung zu ermöglichen, fördern wir transdisziplinäre Arbeitsformen, Netzwerke und Diskurse ebenso wie Residenzen und Freiräume für Theorie und Reflexion, so zum Beispiel durch die Vergabe von Recherchestipendien sowie Stipendien zur künstlerischen Forschung.

Im Sinne einer nachhaltigen Förderpolitik entwickeln wir gemeinsam mit zukunftsweisenden Institutionen und Kunstschaffenden signifikante mehrjährige Förderperspektiven.

  • Förderung
    • Allgemeine Vorhaben
    • Stipendien
      • Arbeits- und Recherchestipendien
      • Stipendien Künstlerische Forschung
        • Performing Arts
          Antragsverfahren
          Stipendien künstlerische Forschung

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      • Reisestipendien / Spotlight Polen

        Mit dem "Spotlight"-Programm ermöglicht die Kunststiftung NRW künstlerisch oder kuratorisch arbeitenden Personen Aufenthalte in Polen. Beantragt werden können wahlweise vier bzw. sechswöchige Reisestipendien. Die Planung und Umsetzung wird eigenständig übernommen.

        Sie können die Zeit nutzen, um eine konzentrierte Recherche vorzunehmen oder künstlerische Kontakte aufzubauen und zu vertiefen. Voraussetzung für Ihre Bewerbung ist, dass Sie bereits erste Verbindungen zu Akteur:innen oder Institutionen vor Ort aufgenommen haben, mit denen Sie zusammenarbeiten möchten.

        Einzelpersonen können eine Förderung von bis zu 7.500 Euro beantragen, künstlerische Duos bis zu 15.000 Euro. Die jeweilige Höhe orientiert sich an der Reisedauer. Pro Fachbereich werden jeweils zwei Stipendien vergeben.

        • Performing Arts
          Antragsverfahren
          Reisestipendium "Spotlight Polen"

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    • Residenzen
      • Atelier Galata, Istanbul

        Die Kunststiftung NRW vergibt ein Residenzstipendium im Bereich Performing Arts in Istanbul.

        Ziel des Stipendiums ist es, die Kunstszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, transdisziplinäre Arbeitsmethoden zu erproben, Ideen auszutauschen und diese Impulse nach der Rückkehr in die jeweiligen Arbeitskontexte in Nordrhein-Westfalen einzubringen. Die Ausschreibung ist nicht alterslimitiert. Sie richtet sich an professionelle Tanz- und Theaterschaffende mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben.
         

        • Performing Arts
          Antragsverfahren
          Atelier Galata, Istanbul

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        • Performing Arts
          Stipendiat:innen
          Residenzstipendium
          Atelier Galata, Istanbul

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    • Förderbeispiele
      • Ruhrtriennale
        "Deutscher Herbst"
        Uraufführung
        Jahrhunderthalle Bochum

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      • Shifting Grounds
        PACT Zollverein
        Essen

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      • Asphalt Festival
        Sommerfestival der Künste
        Düsseldorf

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      • Inside/Out
        Anouk van Dijk
        "An Attachment Piece - to a Museum"
        Tanzperformance
        LWL-Museum und Theater Münster

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      • Impulse Festival für Performance, Theater & Tanz
        Düsseldorf, Bochum, Köln, Mülheim an der Ruhr

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      • Lia Rodrigues
        "Borda"
        Performance im Rahmen von "Green Cycles"
        PACT Zollverein
        Essen

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      • Special
        40 Jahre Theater im Pumpenhaus
        Münster

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      • Kunststiftung NRW & Pina Bausch Foundation Wuppertal

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      • Pina Bausch Professur
        Folkwang Universität der Künste
        Marina Abramović
        Essen

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      • Publikationen

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      • Kuratieren in den Szenischen Künsten
        Universitätslehrgang
        Paris Lodron-Universität Salzburg
        NRW-Stipendiat:innen

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      • Romeo Castellucci
        "Pavane für Prometheus"
        Viktoriabad Bonn

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  • Stiftungsinitiativen

    • Christoph-Schlingensief-Gastprofessur

      Die Kunststiftung NRW initiierte 2015 eine Gastprofessur für den Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum, die es ermöglicht, international renommierte Künstler:innen und Kollektive einzuladen, um hier mit den Studierenden an aktuellen Fragestellungen der darstellenden Künste zu arbeiten.

      Auf diese Weise verbinden sich Forschung und Vermittlung von theoretischen und angewandten Kompetenzen mit dem Ziel, den künstlerischen Nachwuchs in NRW durch externe Exzellenz professionell zu unterstützen. Christoph Schlingensief als Namensgeber verweist auf die ästhetische und künstlerische Diversität der Professur – sie ist spartenübergreifend und experimentell konzipiert.

      Bewerbungen:
      https://szenische-forschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de/christoph-schlingensief-gastprofessur/
       

      • De Warme Winkel
        Christoph-Schlingensief-Gastprofessur 2026/27

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      • Lina Majdalanie und Rabih Mroué
        Christoph-Schlingensief-Gastprofessur 2025/26

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      • Nature Theater of Oklahoma
        Christoph-Schlingensief- Gastprofessur 2022/23

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      • Marta Górnicka
        Christoph-Schlingensief-Gastprofessur 2024/25

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      • Daniel Kötter
        Christoph-Schlingensief-Gastprofessur 2023/24

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      • Kate McIntosh
        Christoph-Schlingensief- Gastprofessur 2021/22

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      • Robin Arthur
        Christoph-Schlingensief-Gastprofessur 2020/21

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      • Alle Inhaber:innen der Gastprofessur

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    • Christoph-Schlingensief-Dozentur

      Seit dem WS 2018/19 vergibt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum kontinuierlich und spartenübergreifend eine einsemestrige Dozentur an herausragende, in Nordrhein-Westfalen beheimatete Künstler:innen.

      In mehreren, thematisch unterschiedlichen Blöcken arbeiten sie mit den Studierenden sowohl praktisch als auch theoretisch. Ausgangspunkt soll die jeweilige Ästhetik und Methodik der eingeladenen Künstler:innen und deren berufliche Erfahrungen im Kontext der Gegenwartskünste sein.

    • Christoph-Schlingensief-Fellowship

      Seit 2020 vergibt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum Stipendien an Absolvent:innen.

      Das Christoph-Schlingensief-Fellowship soll Stipendiat:innen in der Phase nach dem Studienabschluss ermöglichen, künstlerisch-forschende Arbeitsweisen und Methoden produktionsunabhängig auszubauen, sich weiterzubilden, die Funktionsweisen des Marktes kritisch zu reflektieren und Kontakte zu relevanten Fachleuten oder Institutionen zu knüpfen bzw. zu intensivieren.
      Die Aufnahme ins Programm des Christoph-Schlingensief-Fellowships ist ausdrücklich nicht an die Durchführung künstlerischer Produktionen gebunden; vielmehr sollen tendenziell ergebnisoffene Projekte, die den Übergang vom Studium in die Professionalität erleichtern, gefördert werden.

      • Mira-Alina Schmidt
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2026

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      • Christian Minwegen
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2025

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      • Marcel Nascimento
        Hiraeth Kollektiv
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2022/23

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      • Miriam Michel, Anna Júlia Amaral und Kollektiv ZOO
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2021/22

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      • Philipp Blömeke, Judith Philippa Franke und MFK Bochum
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2020

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      • Alle Fellows

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    • Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography

      Die Kunststiftung NRW konzipierte gemeinsam mit der Pina Bausch Foundation das internationale Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography, das seit 2016 vergeben und international ausgeschrieben wird.

      Das Fellowship ermöglicht Tänzer:innen und Choreograf:innen weltweit, als Mitglied auf Zeit in einem Ensemble ihrer Wahl neue tänzerische Ausdrucksweisen kennenzulernen, sich mit den Arbeitsweisen von renommierten Choreograf:innen auseinanderzusetzen oder als Gast an einem Tanzinstitut zu hospitieren. Dies soll dazu beitragen, ihr eigenes Bewegungsrepertoire zu erweitern und neue, individuelle Ausdrucksweisen zu finden. Der Aufenthalt dauert zwischen drei und sechs Monate und umfasst eine monatliche Zuwendung sowie die Reisekosten. Es werden bis zu vier Stipendien pro Jahr vergeben. Die Erfahrungen dieser Prozesse und ihre Arbeitsergebnisse stellen die Stipendiat:innen abschließend beim jährlichen "Meet the Fellows" in Wuppertal öffentlich vor. Die Auswahl der Stipendiat:innen erfolgt durch eine eigens zusammengestellte Jury.

      Bewerbungen:
      https://fellowship.pinabausch.org/
       

    • Mentoring-Programm

      Die Kunststiftung NRW initiierte 2017 gemeinsam mit dem Landesbüro Freie Darstellende Künste in Dortmund ein Mentoring-Programm.
      Das Mentoring-Programm richtet sich an Gruppen, Ensembles und künstlerische Kollektive in NRW, die seit mindestens sieben Jahren professionell zusammenarbeiten.

      Es ermöglicht den von einer Jury ausgewählten Gruppen, für die Dauer von ca. einem Jahr produktionsunabhängig mit Mentor:innen ihrer Wahl zusammen zu arbeiten.
      Das Mentoring dient der Vertiefung und Erweiterung bestehender Arbeitsansätze, der Weiterentwicklung des künstlerischen Profils abseits spezifischer Produktionen und der Erschließung neuer Ideenfelder.
      Zwar sind die Freien Darstellenden Künste eine stabile zweite Säule neben den traditionell etablierten Institutionen der Stadttheater. - Es mangelt aber an Förderformaten, die besondere Produktionsweisen und Methoden von Freien Künstler:innen und Gruppen berücksichtigen, wie zum Beispiel ein forschungsbasiertes, prozessorientiertes oder transdisziplinäres Arbeiten im Spannungsfeld von Theorie und Praxis.
      Als Mentor:innen kommen Expert:innen aus allen künstlerischen Bereichen, aber auch aus anderen Disziplinen wie den Wissenschaften, dem Sport, der Wirtschaft, etc. infrage.

      Die Arbeitsprozesse werden vom NRW Landesbüro begleitet und evaluiert.

      Bewerbungen:
      https://www.nrw-lfdk.de/
       

    • Postdramatisches Theater in Portraits

      Die von der Kunststiftung NRW initiierte Publikationsreihe portraitiert erstmals in Form von Monografien wegweisende Akteur:innen eines postdramatischen Theaters im deutschsprachigen Raum.

      • Postdramatisches Theater in Portraits
        Eine Publikationsreihe der Kunststiftung NRW
        im Alexander Verlag Berlin

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    • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
      • Allgemeine Infos

        Mit dem neuen Fellowship-Programm "Werkstatt der Künste und Wissenschaften" fördern die Kunststiftung NRW, das Center for Life Ethics der Universität Bonn und die Stiftung Insel Hombroich den Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen.

        Acht Fellows aus verschiedenen Kunst- und Wissenschaftsbereichen arbeiten in einem moderierten, transdisziplinären Rahmen zusammen, um neue Impulse für individuelle und gesellschaftliche Transformationsprozesse zu setzen. Die einjährige Pilotphase der "Werkstatt der Künste und Wissenschaften" begann im Oktober 2024.

        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellowship-Programm 2024/25
          Künstlerische Leitung
          Florian Malzacher

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellowship-Programm 2024/25
          Künstlerisch-Wissenschaftlicher Beirat

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellowship-Programm 2024/25
          Idee und Auswahlverfahren

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      • Fellows
        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Peter Bröckerhoff

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Corç George Demir

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Tuğba Durukan

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Enis Maci

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Jan Mehlich

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Sebastian Müller

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Phillip Schulze

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        • Werkstatt der Künste und Wissenschaften
          Fellow 2024/25
          Noemi Weber

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      • Parcours am 27. September 2025

        Der Parcours mit Beiträgen der acht Fellows findet am
        27. September 2025 auf der Raketenstation Hombroich statt, als räumlich aufgefächerte, performative Materialsammlung, als über das Gelände verteilte Ausstellung.

        Ausgangspunkt der für diesen Anlass entstandenen künstlerischen Arbeiten, Diskursskizzen und theoretischen Reflexionen ist das Bild des "Kipppunkts".
        Der point of no return, nach dem alles anders sein wird (auch wenn man es vielleicht noch gar nicht merkt): Kipppunkte der Erderwärmung, des Artensterbens; Kipppunkte zwischen Menschen und Nicht-Menschlichem, zwischen Geschlechtern, zwischen globalem Norden und globalem Süden. Kipppunkte in unserem Verständnis von Aufklärung, Moderne und Fortschritt. Kipppunkte, die nicht selten eine Frage der Perspektive sind.

      • Talk am 20. November 2025

        Die Forderung nach Interdisziplinarität prägt nicht nur Diskurse in Kunst und Wissenschaft der letzten Jahre. Spartenübergreifendes Denken – "out of the box" – ist heute in allen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gewünscht. Was das jedoch konkret bedeuten soll, bleibt dabei meist unklar.

        Das Fellowship-Programm »Werkstatt der Künste und Wissenschaften« der Kunststiftung NRW hat vor einem Jahr fünf Künstler:innen und drei Wissenschaftler zusammengebracht, um in der Praxis zu erproben, was interdisziplinärer Austausch konkret bedeuten kann.
        Wie unterscheiden sich Arten des Forschens und Arbeitens nicht nur zwischen Wissenschaft und Kunst, sondern auch innerhalb ihrer jeweiligen Disziplinen? Wie verändert sich wissenschaftliche Forschung, wenn sie durch künstlerische Praxis beeinflusst wird? Wie verändert sich künstlerische Praxis, wenn sie wissenschaftliche Forschungsweisen einbezieht? Um welche Ziele oder gar Werte geht es hier wie da? Und: Ist überhaupt das Gleiche gemeint, wenn aus jeweils anderer Perspektive von »wissenschaftlich« oder »künstlerisch« die Rede ist?
        Nach einem Ausstellungs-, Performance- und Diskursparcours auf der Raketenstation Hombroich im September folgt nun auf PACT Zollverein ein öffentliches Nachdenken über ideale und reale Möglichkeiten gemeinsamen Arbeitens über Disziplingrenzen hinweg.