Enno Poppe

CD-Reihe
Enno Poppe
Wergo/Schott
2020-2023

Enno Poppe (geb. 1969 in Hemer/Sauerland) ist einer der innovativsten Komponisten unserer Zeit. Sein Stil ist geprägt von vielschichtigen Klanggebilden. Auf den ersten Blick scheinen sie exzentrisch und verrückt zu sein – und doch folgen sie einer gewissen Ordnung. Poppes Kompositionen sind vielfältig wandelbare Motive, die beim Hören nach und nach ihre Virtuosität entfalten.

Die Kunststiftung NRW begleitet Enno Poppe und seine künstlerische Arbeit bereits seit einigen Jahren. So unterstützt die Stiftung unter anderem eine umfangreiche CD-Serie, die bei Wergo/Schott erscheint. Die neueste Veröffentlichung der Reihe ist das 2023 veröffentlichte Album prozession. Die beiden Ersteinspielungen sind einmal mehr Ensemblestücke, aufgeführt von zwei – dem Komponisten eng verbundenen – Neue-Musik-Formationen: dem Ensemble Musikfabrik und dem Ensemble Nikel, einem Quartett aus Saxofon, E-Gitarre, Schlagzeug und Klavier.

2021 war mit "filz" ein weiteres Album der Reihe veröffentlicht worden – mit Enno Poppes Stücken für das Hamburger Streich-Ensemble Resonanz. Neben den beiden Kompositionen "Wald" und einer modifizierten Version von "stoff" beinhaltet das Album auch Poppes Konzert "filz" für Bratsche und Kammerorchester, eingespielt mit der Solistin Tabea Zimmermann. Darin verarbeitet Poppe seine Erfahrungen mit traditionell-koreanischer Musik. Im selben Jahr kam außerdem die CD "tonband" heraus. Sie umfasst das von Enno Poppe und Wolfgang Heiniger (Schlagzeuger, Komponist, Klangregisseur) gemeinsam komponierte, gleichnamige Stück sowie zwei einzeln komponierte Werke beider Komponisten - "Feld" und "Neumond".

Die Reihe umfast zudem die 2020 veröffentlichte CD "stoff". Darauf sind Poppes kammermusikalische Werke für das Ensemble Musikfabrik zu finden.

Die Kunststiftung NRW hat Enno Poppe bei den Proben für das Stück "Zug" mit dem Ensemble Musikfabrik begleitet. Es ist 2020 auf der CD "stoff" erschienen.

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Hintergrund-Video zu "filz" mit dem Ensemble Resonanz & Tabea Zimmermann

Musik

In der vielfältigen Musikszene Nordrhein-Westfalens unterstützt die Kunststiftung NRW künstlerische Positionen und zukunftsweisende Projekte von hoher Qualität, vor allem zur Pflege des reichhaltigen musikalischen Erbes der Musik vom Barock bis zur Gegenwart.

Neben der Alten Musik und der historisch informierten Aufführungspraxis gehören dazu aktuelle Strömungen der komponierten und improvisierten Musik sowie die Entwicklung von Raumklang- bzw. Klanginstallation und performative Konzepte oder mediale Repräsentation. Die Förderung außergewöhnlicher Komponist:innen des 20. und 21. Jahrhunderts zielt auf die Stärkung der Akzeptanz und Resonanz dieser Musikformen. Werke der Neuen Musik sollen uraufgeführt sowie repertoirefähig werden und zur breiteren Wahrnehmung und Wertschätzung führen. Im Fokus der Unterstützung steht dabei außerdem das Bemühen um neue künstlerische Ausdrucksformen, die Weiterentwicklung und Differenzierung der (E-)Musik und das bewusste Experimentieren mit neuen Konzert- und Aufführungsformaten, wie zum Beispiel durch die Förderung des zeitgenössischen Musiktheaters. Durch (individuell zugeschnittene) Residenzen und Stipendien werden junge ambitionierte Kunstschaffende darin unterstützt und ermutigt, konsequent ihren eigenen Weg zu finden.

  • Förderung
    • Allgemeine Vorhaben
    • Stipendien
    • Residenzen
      • Atelier Galata, Istanbul

        Die Kunststiftung NRW vergibt ein Residenzstipendium im Bereich Musik in Istanbul.

        Ziel des Stipendiums ist es, die Musikszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen und diese Impulse nach der Rückkehr in die jeweiligen Arbeitskontexte in Nordrhein-Westfalen einzubringen. Die Ausschreibung ist nicht alterslimitiert. Sie richtet sich an professionelle Musiker:innen und Komponist:innen mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben und erste Berufserfolge vorweisen können.
         

        • Musik
          Antragsverfahren
          Atelier Galata, Istanbul

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        • Musik
          Stipendiat:innen und
          Publikationsreihe
          Residenzstipendium
          Atelier Galata, Istanbul

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  • Förderbeispiele
    • Festival
      Acht Brücken - Musik für Köln

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    • Tri Sestry (Drei Schwestern)
      Oper von Peter Eötvös
      Theater Hagen

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    • Ensemble 1700
      Dorothee Oberlinger
      "L'Huomo"
      Barockoper von Andrea Bernasconi
      Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

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    • Sebastian Gramss' State of Play
      "Meteors - Message to Outer Space"
      CD-Publikation
      Rent A Dog

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    • Tobias Bleek
      "Im Taumel der Zwanziger" -
      1923: Musik in einem Jahr der Extreme
      Publikation
      Bärenreiter-Verlag

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    • Vadim Neselovskyi
      ODESA — a musical walk through a legendary city
      Sunnyside Records

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    • E-MEX Ensemble
      Fausto Romitelli
      "An Index of Metals"
      Video-Oper für Sopran, Ensemble, Multiprojektion und Elektronik

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  • Stiftungsinitiativen

    • Musikpreis der Kunststiftung NRW - Mauricio Kagel Musikpreis

      Der Musikpreis der Kunststiftung NRW zeichnet international tätige, hochqualifizierte Komponist:innen, die in enger Zusammenarbeit mit Ensembles aus NRW selbst gewählte Fragestellungen zur Produktion und Rezeption von Musik kritisch fortschreiben.

      Mit dem Musikpreis würdigt die Kunststiftung NRW schöpferische Ausdrucksformen an den Schnittstellen zwischen Musik und anderen Künsten. Die ausgezeichneten Komponist:innen müssen in ihren bisherigen analogen und digitalen Schaffen die Entwicklung neuer medialer Strategien der Konzeption, Produktion, Präsentation und musikalischen Wahrnehmung unter Beweis gestellt und herausragende Leistungen vollbracht haben.

      Der Preis setzt explizit einen Produktionsimpuls, indem er die Aufführung eines Werkes mit einem Ensemble aus NRW anstößt. Diese sollte innerhalb von max. drei Jahren in NRW stattfinden. Außerdem soll die Planung von Wiederholungen im Sinne der Repertoirepflege zu erkennen sein.

      Der Musikpreis der Kunststiftung NRW ist mit 80.000 Euro dotiert. Darin enthalten ist der Zuschuss (50.000 Euro) für die Aufführung des neu entstehenden Werkes in NRW.

      Über die:den Preisträger:in entscheidet ein künstlerischer Beirat.

      Der Musikpreis der Kunststiftung NRW knüpft damit an den 2011 von der Kunststiftung gegründeten Mauricio Kagel Musikpreis an und führt die musikalischen Ansätze des großen Komponisten (1931 – 2008) in die Zukunft.
       

    • NOperas!

      Teams von Theatermacher:innen erhalten die Möglichkeit, innerhalb einer Spielzeit ein Musiktheaterprojekt bundesweit in Zusammenarbeit mit mehreren deutschsprachigen Stadttheatern zu realisieren.

      Die Initiative "NOperas!" wurde 2019 durch den Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) – in gemeinsamer Trägerschaft des NRW KULTURsekretariats und der Kunststiftung NRW – sowie in Kooperation mit der Oper Halle, der Oper Wuppertal und dem Theater Bremen gegründet. Im Rahmen eines sich über mehrere Spielzeiten erstreckenden Verbundes wird pro Saison eine Produktion an zunächst einem Haus erarbeitet und anschließend für die beiden anderen Theater weiterentwickelt.

      Ermöglicht werden Projekte, die sich mit der Neugestaltung des Verhältnisses von musikalischem Klang zu den Ebenen von Raum, Theateraktion und Sprache auseinandersetzen. Resultierend aus den Erfahrungen des feXm mit veränderten Arbeitsmethoden im Bereich aktueller Theaterformen sollen insbesondere Wege zu Stückentwicklung und prozessualem Arbeiten geöffnet werden, die im Stadttheaterbetrieb vor allem im Feld des Musiktheaters noch immer an institutionelle Grenzen stoßen. Der Arbeitsmodus geförderter Projekte ist deshalb auf mehrere Probenphasen angelegt. Innerhalb von drei Jahren übernimmt jedes der beteiligten Häuser einmal die prinzipielle Projektentwicklung. Bei den Aufführungen auch am jeweils zweiten und dritten Haus soll es sich ausdrücklich aber nicht um bloße Gastspiele handeln, sondern um jeweils eigene ortsbezogene Ausgestaltungen mit entsprechenden Arbeitsphasen.

      Über die vom feXm getragenen Projekte entscheidet eine siebenköpfige Jury in Vertretung des Trägers und der beteiligen Häuser sowie dreier unabhängiger Fachleute aus dem Bereich des aktuellen Musiktheaters.

      Weitere Informationen und Ausschreibungen: https://www.noperas.de/
       
       
      Der Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) wurde im Jahr 2005 als eine gemeinsame Initiative des NRW KULTURsekretariats und der Kunststiftung NRW eingerichtet, um neue Impulse für die zukünftige Opern- und Theaterarbeit zu geben. Ausgewählten Teams von Theatermacher:innen wurde dadurch die Möglichkeit gegeben, im Verbund mit Schauspiel- und Opernhäusern in NRW experimentelle Musiktheaterprojekte zu realisieren. Bis 2018 konnten so insgesamt 14 Uraufführungen an neun Theatern in NRW realisiert werden, die zugleich das ganze Spektrum unterschiedlicher Ästhetiken, Formate und Arbeitsweisen des zeitgenössischen Musiktheaters abbildeten. Beteiligt und zugleich maßgeblich gefördert wurden dabei heute namhafte Künstler:innen wie Lucia Ronchetti, Johannes Kreidler, Klaus Lang, Herbordt/Mohren, Gordon Kampe, Kötter/Seidl oder François Sarhan.
       
       

    • Wagner-Lesarten
    • Publikationen

    • Partnerschaften
      • Chorakademie des WDR Rundfunkchores

        Die Chorakademie dient der Qualifizierung zum:zur professionellen Chorsänger:in an der Schnittstelle von Studium und Berufseinstieg.

        Dabei wird einerseits die gesamte Spannbreite des Chorrepertoires bis in die Gegenwart abgedeckt, andererseits erhalten die Akademist:innen professionelle Anleitung bzgl. Management, Mittelakquise, etc. Der WDR-Rundfunkchor ist einer der international renommierten vokalen Klangkörper in NRW. Die Akademie steht unter der Schirmherrschaft von Peter Eötvös. Mit der Förderung der Chorakademie des WDR Rundfunkchores engagiert sich die Kunststiftung NRW im Rahmen ihres Stipendienprogrammes im besonderen Segment der Vokalmusik.

        Bewerbungen:
        https://www.diechorakademie.de/stipendium/
         

        • Improviser in residence des moers festival

          Die von der Kunststiftung NRW unterstütze Residenz fördert Künstler:innen der improvisierten Musik abseits des Mainstreams.

          Angedockt an das international renommierten Moers Festivals erhalten die ausgewählten Musiker:innen während der einjährigen Residenz die Möglichkeit, das kulturelle Leben von Stadt und Region individuell zu gestalten – vom intimen Haus-Konzert bis zum großen Festival-Auftritt. Zugleich werden sie Teil des vielschichtigen Netzwerks der musikalischen Szene Nordrhein-Westfalens.
           

        • Internationale Ensemble Modern Akademie

          In Zusammenarbeit mit der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) bietet die Kunststiftung NRW Stipendien für einen sechsmonatigen Studien- und Arbeitsaufenthalt beim Ensemble Modern für junge hochbegabte Instrumentalist:innen, Dirigent:innen, Komponist:innen und Klangregisseur:innen aus NRW an.

          Die Kunststiftung NRW fördert jährlich bis zu fünf NRW-Stipendien im Rahmen der Internationalen Ensemble Modern Akademie.

          Bewerbungen:
          https://www.internationale-em-akademie.de/
           

          • Internationale Stockhausen-Kurse

            Die internationalen Kompositions- und Interpretationskurse im Bergischen Land bieten Musiker:innen, Musikwissenschaftler:innen und Komponist:innen die Gelegenheit, das Werk Karlheinz Stockhausens besser zu verstehen und zu erlernen.

            • Künstlerdorf Schöppingen

              Die Kunststiftung NRW vergibt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen Aufenthaltsstipendien im Bereich Komposition und experimentelle Musik.

              Das Künstlerdorf versteht sich gleichermaßen als Arbeitsort für Kunstschaffende aller Sparten und als künstlerisches Projekt-Laboratorium, das eine intensive Kommunikation zwischen den Disziplinen ermöglicht.
              Die Stipendiat:innen leben und arbeiten für die Zeit von maximal sechs Monaten im Künstlerdorf Schöppingen. Die Stipendien sind international ausgeschrieben und mit einer Residenzpflicht verbunden. Eine Fachjury trifft die Auswahl aus den eingesandten Bewerbungen.

              Bewerbungen:
              https://www.stiftung-kuenstlerdorf.de/
               

              • Lucerne Festival Academy

                Die Lucerne Festival Academy ist eine Institution zur Ausbildung und Förderung junger hochbegabter Musiker:innen. Die Kunststiftung NRW fördert jährlich bis zu sieben NRW-Stipendien im Rahmen der Lucerne Festival Academy.

                Mit der Gründung der Academy will das Lucerne Festival mit seinen assoziierten Partner:innen das Bekenntnis und Engagement für die Musik der Moderne verstärken und deren Vermittlung und Interpretation nachhaltig fördern. Künstlerische Leiter der Akademie sind nach Pierre Boulez (1925-2016) nun Wolfgang Rihm und Matthias Pintscher. Den Dozent:innenstamm bilden die rund 30 Musiker:innen des noch von Boulez gegründeten Ensemble InterContemporain aus Paris. Im Zentrum der Akademie steht das rund 120-köpfige Akademieorchester der Stipendiat:innen. Das Repertoire umfasst Werke ausgehend von der zweiten Wiener Schule bis zu Kompositionen der Gegenwart. Zusätzlich zur Orchesterarbeit werden Werke der zeitgenössischen Ensemblemusik einstudiert.

                Bewerbungen:
                https://www.lucernefestival.ch/de/lucerne-festival-academy