Jury 2026

AUFTAKT
Jury
2026/27

Über die Förderung von Künstler:innen, jungen Kunstkollektiven und Initiativen entscheidet im Rahmen der Stiftungsinitiative "AUFTAKT" jährlich zweimal eine von uns berufene Fachjury, die zudem über nachhaltige Fördermethoden für die Kunstlandschaft Nordrhein-Westfalens diskutiert. Anträge, die von der Jury bereits einmal abgelehnt wurden, können nicht noch einmal zu einer späteren Sitzung der Jury eingereicht werden.
 

Jury 2026/27:

Marieta Chirulescu
Oriane Durand
Damian Lentini

Oriane Durand, Foto: Pierre Morel
Oriane Durand, Foto: Pierre Morel

Oriane Durand ist freie Kuratorin und Autorin mit einem Fokus auf aufstrebende und experimentelle künstlerische Positionen. Als ehemalige Direktorin des Dortmunder Kunstvereins und des Kunstvereins Bielefeld – sowie in früheren kuratorischen Positionen beim Kunstverein Nürnberg und beim Bonner Kunstverein – hat sie ein Programm entwickelt, das konsequent unterrepräsentierte Perspektiven in den Vordergrund stellt, insbesondere die Arbeit von Künstlerinnen, die heute international anerkannt sind. Zu ihren prägenden Beiträgen zählen die ersten institutionellen Ausstellungen in Deutschland von Raphaela Vogel (Bonner Kunstverein, 2015), Sol Calero (Dortmunder Kunstverein, 2017), Elaine Cameron-Weir (2018), Mimosa Echard (2019), Sara Sadik (Westfälischer Kunstverein, 2022) und Tolia Astakhishvili (Kunstverein Bielefeld, 2022). Sie schreibt regelmäßig für Kunstmagazine und Künstlerinnenkataloge.

Marieta Chirulescu, Foto: Diana Pfammatter
Marieta Chirulescu, Foto: Diana Pfammatter

Marieta Chirulescu studierte an den Akademien der Bildenden Künste in Nürnberg und Budapest und schloss ihr Studium 2004 in Nürnberg ab. Sie ist Professorin für Malerei an der Kunstakademie Münster und lebt und arbeitet in Berlin.

Im Laufe ihrer künstlerischen Karriere erhielt sie zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter Aufenthalte in der Villa Massimo in Rom (2015), der Villa Aurora in Los Angeles (2012) und ein DAAD-Stipendium in Bukarest (2006) sowie den Lingener Kunstpreis (2014). Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen international gezeigt, unter anderem in der Kunsthalle Basel, der Kunsthalle Mainz, der Foksal Gallery Foundation in Warschau, dem Museum Folkwang in Essen, dem KW Institute for Contemporary Art in Berlin und im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam.

Damian Lentini, Foto: Carl Brunn
Damian Lentini, Foto: Carl Brunn

Dr. Damian Lentini untersucht in seiner wissenschaftlichen und kuratorischen Arbeit die verwobenen untereinander Geschichten moderner und zeitgenössischer Kunst von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart. Er promovierte an der University of Melbourne 2009 und arbeitet seither an diversen Ausstellungs- und Katalogprojekten in Australien, Deutschland und Österreich. Anschließend an seine Position als Kurator am Haus der Kunst, München (2015-23) und der Secession, Wien (2024-25) ist er seit 2025 Stellvertretender Direktor und Kurator im Ludwig Forum, Aachen. In München arbeitete er u.a. mit Okwui Enwezor, Ulrich Wilmes und Katy Siegel an dem vielbeachteten Ausstellungsprojekt Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965 (2016). Zu seinen eigenen kuratorischen Projekten zählen Ausstellungen mit Phyllida Barlow, El Anatsui, Sung Tieu, Jeremy Shaw, Rochelle Feinstein, Dumb Type, Kapwani Kiwanga und dem Karrabing Film Collective.

Visuelle Kunst

Der Bereich Visuelle Kunst der Kunststiftung NRW unterstützt professionelle Künstler:innen sowie Institutionen und Initiativen aus Nordrhein-Westfalen, deren Arbeiten durch künstlerische Vielfalt, hohe Qualität und besondere Relevanz überzeugen. Gefördert werden Vorhaben, die neue Perspektiven eröffnen, innovative Ausdrucksformen entwickeln und die künstlerische Praxis in NRW sichtbar und einflussreich machen. Die Projekte entfalten ihre Wirkung sowohl regional als auch international und tragen dazu bei, die Gegenwartskunst aus Nordrhein-Westfalen über die Landesgrenzen hinaus zu präsentieren.

Durch die Vergabe von Stipendien und Residenzen stärken wir freie und nachhaltige Arbeitsformen sowie die regionale und internationale Vernetzung einer lebendigen Kunstszene. Mit der Unterstützung von Produktionen, Neuproduktionen und Publikationsvorhaben, Ausstellungen und anderen Vorhaben in beispielsweise Museen, kleineren Ausstellungshäusern und Kunstvereinen fördern wir diejenigen, die sich wegweisend mit gegenwärtigen und relevanten Themen in außergewöhnlichen Formaten auseinandersetzen. Sie formen damit die Kunstlandschaft Nordrhein-Westfalens und ermöglichen ihre Weiterentwicklung. Unser besonderer Fokus liegt dabei auch auf der langfristigen Professionalisierung und Etablierung junger Kunstschaffender.
 

  • Förderung

    • Allgemeine Vorhaben

      Für allgemeine Vorhaben gilt grundsätzlich das folgende Antragsverfahren.
      Kunstschaffende am Anfang ihrer Karriere und unabhängige Projekträume können ihre Anträge über das Antragsverfahren AUFTAKT einreichen.

    • Stipendien
      • Arbeits- und Recherchestipendien
        • Visuelle Kunst
          Antragsverfahren
          Arbeits- und Recherchestipendien

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      • Reisestipendien / Spotlight Polen

        Mit dem neuen Reisestipendium "Spotlight Polen" fördert die Kunststiftung NRW ab 2027 selbstorganisierte Recherche- und Vernetzungsaufenthalte in Polen.

        Die polnische Kunst- und Kulturszene zählt zu den spannendsten und dynamischsten in Europa. Das neue Stipendienprogramm knüpft an bestehende Verbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen an und schafft Raum für Begegnungen, Austausch und künstlerische Netzwerke.

        Für Aufenthalte von vier bis sechs Wochen können Künstler:innen, Autor:innen und Kurator:innen eine Förderung von bis zu 7.500 Euro (Einzelstipendium) beziehungsweise bis zu 15.000 Euro (Duo-Stipendium) erhalten. Reiseverlauf, Unterbringung und Organisation werden von den Stipendiat:innen eigenverantwortlich geplant und umgesetzt.

        Weitere Infos folgen in Kürze.

      • AUFTAKT

        Mit dem Förderprogramm AUFTAKT unterstützen wir die Umsetzung künstlerischer Vorhaben, Produktionen, Publikationen und vergeben Recherche-, Auslands- und Arbeitsstipendien für Kunstschaffende am Anfang ihrer Karriere. Unabhängigen Kunst- und Off-Räumen sowie kleinen Ausstellungsstätten ermöglicht AUFTAKT eine besondere Professionalisierung.

      • Residenzen
        • Atelier Galata, Istanbul

          Die Kunststiftung NRW vergibt ein Residenzstipendium im Bereich Visuelle Kunst in Istanbul.

          Ziel des Stipendiums ist es, die Kunstszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen und diese Impulse später nach in ihre jeweiligen ihre Arbeitskontexte in Nordrhein-Westfalen einzubringen. Die Ausschreibung ist nicht alterslimitiert. Sie richtet sich an professionelle Kunstschaffende mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben und erste Berufserfolge vorweisen können.

          Seit August 2024 vergibt die Kunststiftung NRW zwei Stipendien in Kooperation mit der Arthena Foundation, Düsseldorf.

          • Visuelle Kunst
            Antragsverfahren
            Atelier Galata, Istanbul

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          • Visuelle Kunst
            Stipendiat:innen
            Residenzstipendium
            Atelier Galata, Istanbul

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        • Tel Aviv

          Das Residenzstipendium der Kunststiftung NRW ermöglicht Kunstschaffenden aus NRW einen sechsmonatigen Aufenthalt in einem Wohnatelier in Tel Aviv.
          Darüber hinaus vergibt die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Quartier am Hafen, Köln, zwei Stipendien pro Jahr an Künstler:innen aus Israel.

          Die Künstler:innen können während ihres Stipendiums die Kunstszene vor Ort kennenlernen, Kontakte knüpfen und neue Ansätze in ihrem künstlerischen Schaffen umsetzen. Zudem regt die Residenz dazu an, produktionsungebunden und frei zu experimentieren. Die Kunststiftung NRW trägt damit dazu bei, praktikable und faire Arbeitssituationen für Auslandsstipendien in der bildenden Kunst zu etablieren.
           

          • Visuelle Kunst
            Antragsverfahren
            Tel Aviv

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          • Visuelle Kunst
            Stipendiat:innen
            Residenzstipendium
            Tel Aviv

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          • Residenzstipendium Tel Aviv
            Stipendiatin 2026
            Quartier am Hafen, Köln
            Karen Dolev

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          • Residenzstipendium Tel Aviv
            Stipendiatin 2025
            Quartier am Hafen, Köln
            Omer Halperin

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          • Residenzstipendium Tel Aviv
            Stipendiatin 2024
            Quartier am Hafen, Köln
            Naama Roth

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          • Förderbeispiel Residenzstipendium
            Naama Roth, Shai Yehezkelli
            Fin
            Q18 Quartier am Hafen, Köln

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      • Förderbeispiele
    • Stiftungsinitiativen
      • Kunstpreis der Kunststiftung NRW

        Mit dem Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award zeichnen wir internationale Künstler:innen oder Kollektive aus, die mit ihren zukunftsweisenden, künstlerisch herausragenden Ansätzen überzeugen. 2026 wird der Preis in Kooperation mit dem Kunstmuseum Gelsenkirchen vergeben.

        Benannt nach dem vor allem für Nordrhein-Westfalen wegweisenden Medienkünstler Nam June Paik, richtet sich der Preis an Künstler:innen und Kollektive aller Genres. Die von einer international besetzten Jury ausgezeichneten Gewinner:innen erhalten neben dem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro eine Einzelausstellung in Zusammenarbeit mit einer Partnerinstitution in NRW.
         

        • Kunstpreis der Kunststiftung NRW - Nam June Paik Award 2026
          Preisträger
          Michael Beutler
          26. April bis 16. August 2026
          Kunstmuseum Gelsenkirchen

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        • Kunstpreis der Kunststiftung NRW - Nam June Paik Award 2026
          Förderpreisträgerin
          Lisa Klosterkötter
          26. April bis 16. August 2026
          Kunstmuseum Gelsenkirchen

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        • Begleitprogramm Kunstpreis der Kunststiftung NRW
          Kunstmuseum Gelsenkirchen
          Laufzeit: 26. April bis 16. August 2026

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        • Alle Preisträger:innen

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      • Residence NRW+

        Stipendien für bildende Künstler:innen und Kurator:innen an einem gemeinsamen Residenzort in Münster

        Gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Kunststiftung NRW die Residence NRW+, ein Programm für besonders begabte junge Kunstschaffende der bildenden Gegenwartskunst.
        Pro Jahr werden vier zwölfmonatige Stipendien in Höhe von 1.450 Euro für bildende Künstler:innen bis zu einem Alter von 40 Jahren aus NRW oder mit NRW-Bezug sowie vier sechsmonatige Stipendien für Kurator:innen vergeben. Der Residenzort bietet Räume zum Leben und Arbeiten. Über die Stipendienvergabe entscheiden wechselnde Fachgremien. Das Stipendienprogramm ist an die Kunsthalle Münster angegliedert.

        Zum Bewerbungsverfahren:
        https://www.residencenrw.de/de/ausschreibung/