Mentoring Jury 2022

Mentoring Programm

Jury 2022

Sandra Umathum
Fatima Çalışkan
Stephanie Thiersch
David Gruschka

Foto: privat
Foto: privat

 
Sandra Umathum

ist Professorin für (Angewandte) Theorie Tanz, Choreografie, Performance am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) in Berlin und Dramaturgin in den Bereichen Performance und Tanz. Von 2013 bis 2018 hatte sie eine Professur für Theaterwissenschaft und Dramaturgie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie ist Mitglied in verschiedenen Jurys zur Vergabe von Kulturfördermitteln.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören: Theorie und Praxis der Performance; die Relationen von Darstellender und Bildender Kunst seit den 1950er-Jahren, Theater als Dispositiv, Performance & Disability, Performance und/als Dokumentation, neue Tendenzen in Konzept und Praxis der Dramaturgie.

Sie kuratierte im Rahmen des Impulse Theater Festival die "Akademie des Prekären #2: Unsichere Begegnungen" (studiobühne Köln, 2018). Außerdem ist sie Mitinitiatorin und Ko-Kuratorin von "Dirty Debüt", einer Veranstaltungsreihe zur Unterstützung junger Performancekünstler:innen (Sophiensaele Berlin, 2018/19; Ballhaus Ost, 2020/21).

Fatima Çalışkan, Foto: Kristina Kast
Fatima Çalışkan, Foto: Kristina Kast


Fatima Çalışkan

ist Moderatorin, Künstlerin und Autorin für Kulturpolitisches und Künstlerisches. Daneben ist sie auch als Beraterin und Referentinnen zu den Themen kulturpolitische Transformationsprozesse, strukturelle Weiterentwicklung in der deutschen Förderlandschaft und Entwicklungsstrategien für Personal und Publikum tätig.

Ihre künstlerische Arbeit ist vor allem auf der Bühne in den Bereichen Performance, szenische Lesung oder Tanztheater. Dabei bearbeitet sie die Themen Körper und Identität, Herkunft und Geschlecht. Sie leitet freiberuflich Projekte, gibt Workshops, moderiert und hält Vorträge zu Fragen der antirassistischen Vermittlungsarbeit sowie Outreach in Kulturinstitutionen und im Bildungsbereich. Darüber hinaus engagiert sie sich öffentlich für gesellschaftliche Themen und leitet das Institut für Gegenwartsfiktion. Zuvor Studium der Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Kulturanthropologie sowie Kunstgeschichte und Orientalische Philologie an der Ruhr-Universität Bochum mit Bildungsaufenthalte in Neu Delhi und Paris. Sie erhielt ein Studienstipendium des BMBF, vergeben durch das Begabtenförderungswerk Hans-Böckler-Stiftung, den Integrationspreis der Stadt Hagen sowie den Anerkennungspreis‚Young Women in Public Affairs Award’ vom Zonta Club Hagen sowie das AndersGründer Stipendium.

Stephanie Thiersch, Foto: Martin Rottenkolber
Stephanie Thiersch, Foto: Martin Rottenkolber


Stephanie Thiersch

studierte Tanz, Geisteswissenschaften und später Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Mit ihrer 2000 gegründeten Kompanie MOUVOIR entwickelt sie Bühnenstücke, Filme und Installationen, die national und international gastieren und vielfach ausgezeichnet wurden. Neben der Kompaniearbeit entwickelt sie Gastchoreografien, zuletzt an der UNEARTE Caracas, Venezuela und am Staatstheater Kassel. Sie war Gastprofessorin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Mit dem Ensemblenetzwerk Freihandelszone ist sie Künstlerische Leiterin des Festivals GLOBALIZE:COLOGNE. Seit 2009 erhält sie die Spitzenförderung des Landes NRW.

Stephanie Thiersch verhandelt in ihren vielschichtigen Inszenierungen die wesentlichen Bereiche unseres modernen Lebens. Als kompromisslose Beobachterin seziert sie ihre Umwelt: Popkultur, Philosophie und Bildende Kunst sind ihre Werkzeuge. Thierschs Interesse an körperlichen und seelischen Zuständen, die nicht eindeutig fassbar sind, die Schieflagen des Menschen, färben ihren Stil.

David Gruschka, Foto: Jutta Waldhelm
David Gruschka, Foto: Jutta Waldhelm

 
David Gruschka

arbeitet als Schauspieler, Regisseur und Moderator. Am Schlosstheater Moers sowie am Theater Oberhausen absolvierte er mehrere Praktika und Regiehospitanzen und spielte zudem als Gast in mehreren Produktionen beider Theater. Nach seinem Studium der Theaterpädagogik erwarb er weitere Kenntnisse in den Bereichen Regie und Schauspiel bei Marcelo Diaz und der London International School of Theatre.

David Gruschka ist künstlerischer Leiter des freien Kinder- und Jugendtheaters "echtzeit-theater"/ Münster, das aktuell in der Spitzenförderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW steht. Er ist außerdem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterpädagogik der HS Osnabrück und leitet den Veranstaltungsbereich des "Burgtheater Lingen".

Er ist Mitglied des Sprecherteams des Arbeitskreises Kinder- und Jugendtheater NRW und war Mitglied in der Jury für "Nachwuchsstipendium Freie Kinder- und Jugendtheater NRW" sowie in der Jury zur Projektförderung des "NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste".

Texte: NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V.

Performing Arts

Wir fördern die Realisierung herausragender Produktionen und Diskursformate, internationale Kooperationen und Publikationen. Produktionshäuser, die sich als impulsgebende Zentren für ästhetische und gegenwartskritische Fragestellungen positionieren, unterstützen wir ebenso wie die Arbeit wegweisender Festivals.

Um der weitverzweigten künstlerischen Praxis im Feld der Performing Arts ein Forum zu geben, Weiterqualifizierung und Forschung zu ermöglichen, fördern wir transdisziplinäre Arbeitsformen, Netzwerke und Diskurse ebenso wie Residenzen und Freiräume für Theorie und Reflexion, so zum Beispiel durch die Vergabe von Recherchestipendien sowie Stipendien zur künstlerischen Forschung.

Im Sinne einer nachhaltigen Förderpolitik entwickeln wir gemeinsam mit zukunftsweisenden Institutionen und Kunstschaffenden signifikante mehrjährige Förderperspektiven.

Ein künstlerischer Beirat begleitet die Entscheidungsprozesse und Diskurse in den Performing Arts. In den Sitzungen werden virulente Themen, zukünftige Förderpolitiken, kulturpolitische, ästhetische und strukturelle Fragen im Kontext aktueller wie langfristiger Entwicklungen diskutiert.

  • Künstlerischer Beirat
    2022-2023

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  • Förderung
    • Allgemeine Vorhaben
      • Performing Arts
        Antragsverfahren
        Allgemeine Vorhaben

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      • Förderbeispiele
        • Rimini Protokoll
          16 Szenen für einen Wald
          2. September bis 9. Oktober 2022
          Burg Hülshoff – Center for Literature
          Havixbeck

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        • Zehn Jahre Szenische Forschung
          Festival in der Bochumer Innenstadt
          21. bis 24. Juli 2022

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        • Publikationen

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        • Kunststiftung NRW & Pina Bausch Foundation Wuppertal

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        • DANCING PINA
          Dokumentarfilm
          Florian Heinzen-Ziob
          Internationale Premiere 24. Juni auf dem Sheffield DocFest
          Kinostart: 13. September 2022

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        • Richard Siegal
          Ballet of Difference (BOD)
          XERROX VOL. 2
          Uraufführung 20. Mai 2022
          Schauspiel Köln

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        • reboot:
          Dialog-, Forschungs- und Performancereihe
          Kölnischer Kunstverein
          Ludwig Forum Aachen
          2021-2022

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        • Impulse Theater Festival
          9. bis 19. Juni 2022
          Mülheim an der Ruhr, Köln, Düsseldorf

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        • Moovy Tanzfilmfestival
          22. bis 24. April 2022
          Köln

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        • Neue Kunsträume für Performing Arts in NRW

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        • Romeo Castellucci
          Pavane für Prometheus
          Beethovenfest Bonn 2021

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    • Stipendien
    • Residenzen
      • Atelier Galata, Istanbul

        Die Kunststiftung NRW vergibt ein Residenzstipendium im Bereich Performing Arts in Istanbul.

        Ziel des Stipendiums ist es, die Kunstszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, transdisziplinäre Arbeitsmethoden zu erproben, Ideen auszutauschen und diese Impulse nach der Rückkehr in die jeweiligen Arbeitskontexte in Nordrhein-Westfalen einzubringen. Die Ausschreibung ist nicht alterslimitiert. Sie richtet sich an professionelle Tanz- und Theaterschaffende mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben.
         

  • Stiftungsinitiativen

    • Christoph-Schlingensief-Gastprofessur

      Die Kunststiftung NRW initiierte 2015 eine Gastprofessur für den Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum, die es ermöglicht, international renommierte Künstler:innen und Kollektive einzuladen, um hier mit den Studierenden an aktuellen Fragestellungen der darstellenden Künste zu arbeiten.

      Auf diese Weise verbinden sich Forschung und Vermittlung von theoretischen und angewandten Kompetenzen mit dem Ziel, den künstlerischen Nachwuchs in NRW durch externe Exzellenz professionell zu unterstützen. Christoph Schlingensief als Namensgeber verweist auf die ästhetische und künstlerische Diversität der Professur – sie ist spartenübergreifend und experimentell konzipiert.

      Bewerbungen:
      https://szenische-forschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de/christoph-schlingensief-gastprofessur/
       

    • Christoph-Schlingensief-Dozentur

      Seit dem WS 2018/19 vergibt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum kontinuierlich und spartenübergreifend eine einsemestrige Dozentur an herausragende, in Nordrhein-Westfalen beheimatete Künstler:innen.

      In mehreren, thematisch unterschiedlichen Blöcken arbeiten sie mit den Studierenden sowohl praktisch als auch theoretisch. Ausgangspunkt soll die jeweilige Ästhetik und Methodik der eingeladenen Künstler:innen und deren berufliche Erfahrungen im Kontext der Gegenwartskünste sein.

      Bewerbungen:
      https://szenische-forschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de/christoph-schlingensief-dozentur/
       

    • Christoph-Schlingensief-Fellowship

      Seit 2020 vergibt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum Stipendien an Absolvent:innen.

      Das Christoph-Schlingensief-Fellowship soll Stipendiat:innen in der Phase nach dem Studienabschluss ermöglichen, künstlerisch-forschende Arbeitsweisen und Methoden produktionsunabhängig auszubauen, sich weiterzubilden, die Funktionsweisen des Marktes kritisch zu reflektieren und Kontakte zu relevanten Fachleuten oder Institutionen zu knüpfen bzw. zu intensivieren.
      Die Aufnahme ins Programm des Christoph-Schlingensief-Fellowships ist ausdrücklich nicht an die Durchführung künstlerischer Produktionen gebunden; vielmehr sollen tendenziell ergebnisoffene Projekte, die den Übergang vom Studium in die Professionalität erleichtern, gefördert werden.

      Aktuell keine Ausschreibung

      • Miriam Michel, Anna Júlia Amaral und Kollektiv ZOO
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2021/22

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      • Philipp Blömeke, Judith Philippa Franke und MFK Bochum
        Christoph-Schlingensief-Fellowship 2020

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    • Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography

      Die Kunststiftung NRW konzipierte gemeinsam mit der Pina Bausch Foundation das internationale Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography, das seit 2016 vergeben und international ausgeschrieben wird.

      Das Fellowship ermöglicht Tänzer:innen und Choreograf:innen weltweit, als Mitglied auf Zeit in einem Ensemble ihrer Wahl neue tänzerische Ausdrucksweisen kennenzulernen, sich mit den Arbeitsweisen von renommierten Choreograf:innen auseinanderzusetzen oder als Gast an einem Tanzinstitut zu hospitieren. Dies soll dazu beitragen, ihr eigenes Bewegungsrepertoire zu erweitern und neue, individuelle Ausdrucksweisen zu finden. Der Aufenthalt dauert zwischen drei und sechs Monate und umfasst eine monatliche Zuwendung sowie die Reisekosten. Es werden bis zu vier Stipendien pro Jahr vergeben. Die Erfahrungen dieser Prozesse und ihre Arbeitsergebnisse stellen die Stipendiat:innen abschließend beim jährlichen "Meet the Fellows" in Wuppertal öffentlich vor. Die Auswahl der Stipendiat:innen erfolgt durch eine eigens zusammengestellte Jury.

      Bewerbungen:
      https://fellowship.pinabausch.org/
       

    • Mentoring-Programm

      Die Kunststiftung NRW initiiert gemeinsam mit dem Landesbüro Freie Darstellende Künste in Dortmund ein Mentoring-Programm für freie Ensembles und Kollektive aus Nordrhein-Westfalen. Das Mentoring-Programm richtet sich an Gruppen, Ensembles und künstlerische Kollektive in NRW, die seit Jahren professionell arbeiten.

      Es ermöglicht den von einer Jury ausgewählten Gruppen, für die Dauer von ca. einem Jahr produktionsunabhängig mit Mentor:innen ihrer Wahl zusammen zu arbeiten.

      Die Freien Darstellenden Künste haben sich trotz größtenteils schwieriger Arbeits- und Produktionsbedingungen in den letzten zehn Jahren zu einer stabilen zweiten Säule neben den traditionellen Institutionen der Stadttheater etabliert. Es mangelt dennoch nach wie vor an auskömmlichen Produktionsbedingungen, die zumindest die Honoraruntergrenze für Produktionszeiten garantieren. Es fehlen Förderformate, die kontinuierliches Arbeiten und die Weiterentwicklung des künstlerischen Profils abseits der eigentlichen Produktionen ermöglichen. Es ist unzweifelhaft, dass gute künstlerische Arbeit die Möglichkeit zur freien Reflektion über die eigene Arbeit braucht. Das Mentoring dient somit der Vertiefung und Erweiterung bestehender Arbeitsansätze und Konzeptionen als auch der Erschließung neuer Ideenfelder.

      Die Förderung ist daher ausdrücklich als Phase des Experiments deklariert: Außergewöhnliche, forschungsbasierte Vorhaben im Feld von Theorie und Praxis, transdisziplinäre Kollaborationen, wissenschaftliche Begleitung künstlerischer Konzeptionen etc. sind förderwürdig. Als Mentor:innen kommen Expert:innen aus allen dezidiert künstlerischen Bereichen, aber ausdrücklich auch aus ganz anderen Disziplinen wie den Wissenschaften, dem Sport, der Wirtschaft, etc. infrage. Die Arbeitsprozesse werden vom NRW Landesbüro begleitet und evaluiert.

      Bewerbungen:
      https://www.nrw-lfdk.de/
       

    • Publikationen
      • Postdramatisches Theater in Portraits
        Eine Publikationsreihe der Kunststiftung NRW
        im Alexander Verlag Berlin

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      • Hofmann&Lindholm
        Nachgestellte Szene
        Theater der Zeit, 2020

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      • Raimund Hoghe
        Wenn keiner singt, ist es still
        Theater der Zeit, 2019

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