Jury

Über die Förderung von Künstler:innen, jungen Kunstkollektiven und Initiativen entscheidet im Rahmen der Stiftungsinitiative "AUFTAKT" jährlich zweimal eine von uns berufene Fachjury, die zudem über nachhaltige Fördermethoden für die Kunstlandschaft Nordrhein-Westfalens diskutiert. Anträge, die von der Jury bereits einmal abgelehnt wurden, können nicht noch einmal zu einer späteren Sitzung der Jury eingereicht werden.
 

Jury 2021-2022:

Linda Conze, Kunstpalast, Düsseldorf
Frank-Thorsten Moll, IKOB, Eupen
Rebekka Seubert, Dortmunder Kunstverein
Johannes Wohnseifer, Kunsthochschule für Medien, Köln
 

Linda Conze, Foto: Andreas Langfeld, 2020
Linda Conze, Foto: Andreas Langfeld, 2020

Linda Conze, Kuratorin Kunstpalast, Düsseldorf

Linda Conze (*1985) ist Leiterin der Sammlung Fotografie am Kunstpalast Düsseldorf. Nach ihrem Studium der Geschichtswissenschaft in Hamburg und Berlin, das sie mit einer fotohistorischen Arbeit abschloss, forschte sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Fotografie als Medium der Gemeinschaft zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Von 2015 bis 2017 war sie Stipendiatin der Krupp-Stiftung im Programm Museumkurator:innen für Fotografie und arbeitete als solche in den fotografischen Sammlungen des Museum Folkwang, des Dresdner Kupferstich-Kabinetts, der Münchner Stadtmuseums und des Getty Research Institute, Los Angeles.
 

Frank-Thorsten Moll, Foto: IKOB EUPEN, 2018
Frank-Thorsten Moll, Foto: IKOB EUPEN, 2018

Frank-Thorsten Moll, Direktor IKOB, Eupen

Frank-Thorsten Moll (*1977 in Villingen-Schwenningen) ist seit März 2016 Direktor des IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen, Belgien. Von Dezember 2009 bis Februar 2016 leitete er die Kunstabteilung des Zeppelin Museums in Friedrichshafen. Er war verantwortlich für die Kunstsammlung, die Wechselausstellungen, das Andreas Feininger Archiv und die Neukonzeption des Kunstbereichs. Zwischen 2006 und 2009 arbeitete er als Kurator der Kestnergesellschaft, Hannover. Zusammen mit Prof. Dr. Lydia Haustein lehrte er von 2005 bis 2006 an der HDK Berlin-Weißensee und war Assistent von Prof. Dr. Lydia Haustein am Haus der Kulturen der Welt/Berlin. Seinen Magister schloss er im Fachbereich Kunstwissenschaft/Medientheorie zum Thema "Die Documenta 11 und der postkoloniale Diskurs" bei Prof. Hans Belting und Prof. Beat Wyss ab. Er war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2002 arbeitete er im Führungsteam der Documenta 11.
 

Rebekka Seubert, Foto: Dortmunder Kunstverein, 2020
Rebekka Seubert, Foto: Dortmunder Kunstverein, 2020

Rebekka Seubert, Leiterin Dortmunder Kunstverein

Rebekka Seubert (*1985 in Frankfurt am Main) ist seit 2020 künstlerische Leiterin des Dortmunder Kunstvereins. Nach einem binationalen Studium der Kulturwissenschaften (Deutsch-Französische Studien) an den Universitäten Regensburg und Clermont-Ferrand sowie einem Kunststudium an der École de Recherche Graphique, Brüssel und der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg arbeitete sie als kuratorische Assistentin in der Ausstellungshalle Portikus, Frankfurt (2014) sowie am Bonner Kunstverein (2017). 2014-16 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. 2018 gründete sie zusammen mit dem Künstler Fion Pellacini den temporären Projektraum Il Caminetto in Hamburg und organisierte als freie Kuratorin Ausstellungen mit Lucy Raven (2018) und Georges Adéagbo (2019). Als Künstlerische Leiterin des Kunstvereins Harburger Bahnhof (2018-2020) arbeitete sie an Ausstellungen u.a. mit Chris Reinecke, assume vivid astro focus.
 

Johannes Wohnseifer, Foto: Albrecht Fuchs 2020
Johannes Wohnseifer, Foto: Albrecht Fuchs 2020

Johannes Wohnseifer, Künstler und Professor, Kunsthochschule für Medien, Köln

Johannes Wohnseifer (*1967 in Köln) ist bildender Künstler und Professor für "freie Kunst" an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Neben zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland, wird Johannes Wohnseifers Arbeit in internationalen Gruppenausstellungen verhandelt, wie zuletzt in Wien, Istanbul, Henningvær oder Paris. 1998 erhielt er das renommierte Peter-Mertes Stipendium, das im Bonner Kunstverein vergeben wird; den Förderpreisträger der Stadt Köln war er 2020. Johannes Wohnseifer lebt und arbeitet in Erftstadt und Köln.

 
 
Jury 2019-2020:

Susanne Figner, Museum Kurhaus Kleve
Prof. Peter Miller, Folkwang Universität der Künste, Essen
Merle Radtke, Kunsthalle Münster
Prof. Max Schulze, Universität Paderborn
Anna Lena Seiser, Kunsthalle Düsseldorf
Thomas Thiel, Museum für Gegenwartskunst, Siegen

Visuelle Kunst

Die Förderung der besonderen Vielfalt der Kunst hoher Qualität in und aus Nordrhein-Westfalen zeichnet den Bereich der Visuellen Kunst der Kunststiftung NRW aus. Dabei stehen die Konzeption und Realisierung von neuen Ideen ebenso wie nachhaltige Formate im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit.

Durch die Vergabe von Stipendien und Residenzen stärken wir freie und nachhaltige Arbeitsformen sowie die regionale und internationale Vernetzung einer lebendigen Kunstszene. Mit der Unterstützung von Produktionen, Neuproduktionen und Publikationsvorhaben, Ausstellungen und anderen Vorhaben in beispielsweise Museen, kleineren Ausstellungshäusern und Kunstvereinen fördern wir diejenigen, die sich wegweisend mit gegenwärtigen und relevanten Themen in außergewöhnlichen Formaten auseinandersetzen. Sie formen damit die Kunstlandschaft Nordrhein-Westfalens und ermöglichen ihre Weiterentwicklung. Unser besonderer Fokus liegt dabei auch auf der langfristigen Professionalisierung und Etablierung junger Kunstschaffender.
 

  • Förderung

    • Allgemeine Vorhaben

      Für allgemeine Vorhaben gilt grundsätzlich das folgende Antragsverfahren.
      Kunstschaffende am Anfang ihrer Karriere und unabhängige Projekträume können ihre Anträge über das Antragsverfahren AUFTAKT einreichen.

    • Stipendien
      • Visuelle Kunst
        Antragsverfahren
        Arbeits- und Recherchestipendien

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    • AUFTAKT

      Mit dem Förderprogramm AUFTAKT unterstützen wir die Umsetzung künstlerischer Vorhaben, Produktionen, Publikationen und vergeben Recherche-, Auslands- und Arbeitsstipendien für Kunstschaffende am Anfang ihrer Karriere. Unabhängigen Kunst- und Off-Räumen sowie kleinen Ausstellungsstätten ermöglicht AUFTAKT eine besondere Professionalisierung.

      AUFTAKT knüpft an bzw. ersetzt das Förderprogramm
      "Junge Szene".

    • Residenzen
      • Atelier Galata, Istanbul

        Die Kunststiftung NRW vergibt ein Residenzstipendium im Bereich Visuelle Kunst in Istanbul.

        Ziel des Stipendiums ist es, die Kunstszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen und diese Impulse nach der Rückkehr in die jeweiligen Arbeitskontexte in Nordrhein-Westfalen einzubringen. Die Ausschreibung ist nicht alterslimitiert. Sie richtet sich an professionelle Kunstschaffende mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben und erste Berufserfolge vorweisen können.
         

      • Bronner Residency, Tel Aviv

        Die Bronner Residency ermöglicht Kunstschaffenden aus NRW einen sechsmonatigen Aufenthalt in einem Wohnatelier in Tel Aviv.

        Ziel des Künstler:innenaustausches ist es, die jeweiligen Fragestellungen und Entwicklungen der Kunstszene vor Ort kennenzulernen, Kontakte aufzunehmen, zu vertiefen und neue Ansätze im künstlerischen Schaffen umzusetzen. Zudem möchte die Bronner Residency dazu anregen, produktionsungebunden und frei zu experimentieren. Damit tragen wir dazu bei, praktikable und faire Arbeitssituationen für Auslandsstipendien in der bildenden Kunst zu etablieren. Bereits seit 2008 unterhält die Kunststiftung NRW den bedeutenden Kulturaustausch zwischen Düsseldorf und Tel Aviv mit ihren Partnern, der Dan und Cary Bronner-Stiftung in Düsseldorf, dem Goethe-Institut Tel Aviv und den Artists’ Studios, Tel Aviv.
         

  • Förderbeispiele
    • Über Brücken - Bridges
      Performance- und Ausstellungsprojekt
      September 2022 bis September 2023
      öffentlicher Raum, Köln

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    • Odor. Immaterielle Skulpturen
      Museum für Gegenwartskunst, Siegen
      18. November 2022 bis 26. Februar 2023

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    • Audioarchiv Kunst
      Stimmen zu den Anfängen der zeitgenössischen Kunst im Rheinland
      Projektförderung

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    • Susanna - Bilder einer Frau
      vom Mittelalter bis MeToo
      Ausstellung
      Wallraf-Richartz-Museum
      28. Oktober 2022 bis 26. Februar 2023

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    • Publikationen
      Durch Fotografie denken
      Public Fictions
      Daniela Ortiz
      Jens Ullrich
      Lisa Klosterkötter
      Daniela Georgieva

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    • Ausstellung
      Keren Cytter
      Bad Words
      Ludwig Forum, Aachen

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    • Ausstellung
      Adjustable Monuments
      Sammlung Philara, Düsseldorf
      26. Februar bis 26. Juni 2022

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    • Ausstellung
      Nimmersatt?
      Gesellschaft ohne Wachstum denken
      Kunsthalle Münster, LWL-Museum für Kunst und Kultur & Westfälischer Kunstverein

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  • Stiftungsinitiativen
    • Kunstpreis der Kunststiftung NRW

      Mit dem Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award zeichnen wir internationale Künstler:innen oder Kollektive aus, die mit ihren zukunftsweisenden, künstlerisch herausragenden Ansätzen überzeugen. 2022 wird der Preis in Kooperation mit dem Skulpturenmuseum Glaskasten Marl vergeben.

      Benannt nach dem vor allem für Nordrhein-Westfalen wegweisenden Medienkünstler Nam June Paik, richtet sich der Preis an Künstler:innen und Kollektive aller Genres. Die von einer international besetzten Jury ausgezeichneten Gewinner:innen erhalten neben dem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro eine Einzelausstellung und eine Publikation in Zusammenarbeit mit einer Partnerinstitution in NRW.
       

    • Residence NRW+

      Stipendien für bildende Künstler:innen und Kurator:innen an einem gemeinsamen Residenzort in Münster

      Gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Kunststiftung NRW die Residence NRW+, ein Programm für besonders begabte junge Kunstschaffende der bildenden Gegenwartskunst.
      Pro Jahr werden vier zwölfmonatige Stipendien in Höhe von 1.450 Euro für bildende Künstler:innen bis zu einem Alter von 40 Jahren aus NRW oder mit NRW-Bezug sowie vier sechsmonatige Stipendien für Kurator:innen vergeben. Der Residenzort bietet Räume zum Leben und Arbeiten. Über die Stipendienvergabe entscheiden wechselnde Fachgremien. Das Stipendienprogramm ist an die Kunsthalle Münster angegliedert.

      Zum Bewerbungsverfahren:
      https://www.residencenrw.de/de/ausschreibung/